Object: Preußisches Landbuch

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Copy en rathsche Armen-Stiftung, 
von dem Gutsbesitzer Joseph Heinrich Coppenrath zu St. Mauritz 
bei Münster 1853 für solche weibliche Personen errichtet, welche wegen 
geistiger oder körperlicher Gebrechen nicht im Stande sind, sich selbst 
zu ernähren. Mitglieder der Familie des Stifters sollen besonders 
berücksichtigt werden. Der Stiftungs-Fonds wird durch eine 30 Jahre 
fortgesetzte Zahlung von 400 Thlr. jährlich gebildet: die eine Hälfte da 
von soll sofort zu dem bestimmten Zwecke verwendet, die andere Hälfte 
jedoch nebst den von ihr aufkommenden Zinsen als Kapital angelegt 
werden. Sobald der Fonds eine Höhe von 10,000 Thlr. erreicht hat, 
sind jährlich nur 100 Thlr., und sobald ein Kapitalstock von 15,000 
Thlr. angesammelt ist, jährlich nur noch 50 Thlr. zur Vermehrung des 
Kapitals anzulegen, alle übrigen Einkünfte aber der obigen Vorschrift 
entsprechend zu verwenden. Die Verwaltung des Stifts ist der Ar- 
menfonds-Verwaltung des Kirchspiels St. Mauritz und die Kuratel 
dem zeitigen Pastor daselbst und dem jeweiligen ältesten Mitgliede der 
Familie Coppenrath unter Ober-Aufsicht der geistlichen Behörde 
übertragen. 
Coquische Stiftung. 
Ein Hospital für unbemittelte, alte und würdige Einwohner beiderlei 
Geschlechts zu Buckau bei Magdeburg, von der verw. Bürgermeister 
E ogni geb. Dürking im Jahre 1858 unter dem Namen „Bürger 
meister Johann Kaspar Co gu ische Stiftung" durch Ueberwcisnng eines 
Wohnhauses nebst Zubehör und einem zum Gartenbau bestimmten Acker 
begründet und mit einem Kapital von 8000 Thlr. dotirt. 
Correnssche kegate. 
Die Wittwe Corre ns, Anna Maria geb. Zaun (t 5. Jan. 1859 
zu Sittarderhof) legirte a) der bürgerlichen Armen-Berwaltung zu Hö 
ningen (Kreis Grevenbroich) 1800 Thlr.: aus den Zinsen sollen der 
Kirchen-Verwaltung für neun Anniversarien jährlich 18 Thlr. gezahlt 
werden, der Nest ist zur Vcrtheilnng an arme Wittwen und Waisen 
und zur Bekleidung armer Schulkinder bestimmt; b) der Eivil-Armen- 
Berwaltung in Straberg (Kreis Nenß) 1800 Thlr. Von den Zinsen 
sollen 50 Thlr. jährlich für Seclen-Messen an die Kirche gezahlt, der 
Rest für arme Wittwen und Waisen und zur Bekleidung armer Schul 
kinder verwendet werden. 
Cosmarsche Stiftungen. 
Konsistorialrath und Prediger Cosmar (t 1844 zu Berlin) verord 
nete letztwillig, daß sein Haupterbe die von ihnl errichtete „Prediger 
Cosmarsche Familien-Stiftung" sein solle, welche zunächst zur Unter 
stützung vaterloser, nnvcrheirathet gebliebener Töchter der 6 Geschwister 
des Erblassers und vorzugsweise für solche, die den Namen Cosmar 
und Niem führen, in deren Ermangelung aber auch für andere arme 
Mädchen aus dem Mittelstände im Älter von 40 Jahren errichtet wor 
den ist. Die Zahl der Stipendien soll wenigstens 12 sein und das 
Stipendium 100 Thlr. betragen. Um die Zahl zu vermehren, erhalten
	        
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