Full text : Wirtschaft als Leben

Über  die  „Grundbegriffe“  VII.

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in  ihre  bewußte  um;  das  aber,  was  sich  von  da  ab  so  und  so  zu  nennen
weiß,  war  auch  vorher  schon  vorhanden.  Soweit  die  sachliche  Verwahrung
gegen  jene  Einrede.  Im  übrigen  besagt  sie  einen  Streit  um  des  Kaisers
Bart.  Denn  im  Wesen  handelt  es  sich  hier  nur  um  den  Hergang,  wie  jene
Worte  überhaupt  aus  dem  Dunkel  der  Sprache  hervortreten.  Dieser  Hergang
aber  bleibt  derselbe,  ob  man  dort,  wo  er  sich  abspielt,  auch  schon  Nationalökonomie ­
  vorhanden  sieht,  oder  bloß  wissenschaftliche  Erörterungen,  die  zur
Nationalökonomie  erst  hinleiten.
Gleiches  gilt  für  einen  anderen  Einwand,  der  seinen  Widerspruch  gleichsam ­
  um  einen  Schritt  weiter  zurück  einstemmt:  Zugegeben,  daß  die  Nationalökonomie ­
  schon  dort  beginnt,  wo  immer  sich  bestimmte  Erwägungen  der
Alltäglichkeit  ins  Wissenschaftliche  fortsetzen;  darf  man  aber  von  einer
wissenschaftlichen,  hier  also  von  einer  nationalökonomischen  Erörterung  reden,
solange  noch  Worte  harmlos  verwendet  werden,  die  für  Erwägungen  dieser
bestimmten  Art  nun  einmal  eine  ausnehmende  Rolle  spielen?  Danach  hätte
für  die  Nationalökonomie  auch  in  jenem  weiteren  Spielraum  nicht  gegolten,
daß  sie  ursprünglich  jener  Worte  nicht  geachtet  hat.  An  die  Sache  reicht
dieser  Einwand  ebensowenig  heran  wie  der  frühere.  Für  den  fraglichen
Hergang  ist  es  einmal  gleichgültig,  wo  immer  man  den  Strich  ziehen  will,
um  zu  sagen,  erst  von  hier  an  fängt  die  Nationalökonomie  an.  Für  seinen
eigenen  Teil  aber  ist  dieser  Einwand  noch  viel  fragwürdiger  als  der  frühere.
Darüber  ein  paar  Worte.  Auch  dieser  Einwand  stört  zwar  meine  Kreise
nicht,  aber  er  nährt  Anschauungen,  die  nicht  unwiderlegt  bleiben  dürfen.
Wenn  es  sich  eben  noch  um  Dinge  handeln  würde,  die  unser  Denken
mit  sich  allein  auszumachen  hat;  hier  aber  steht  das  Denken  irgendwie  der
Erfahrung  gegenüber!  Hier  bietet  sich  also  noch  mancher  Anhalt  dafür,
ob  man  von  einer  Übung  wissenschaftlichen  Denkens  sprechen  darf;
nicht  bloß  die  Art,  wie  unser  Denken  von  den  Worten  Gebrauch  macht,  an
deren  Hilfe  es  gebunden  erscheint.  Unter  mehreren  Wägegründen  nur  den
einen  allein  entscheiden  zu  lassen,  das  ist  offenbar  Willkür;  eine  Willkür,
die  bei  der  Nationalökonomie  besonders  hart  einschneiden  würde,  weil  diese
Wissenschaft  dem  Leben  und  seinem  Denken  so  nahe  steht,  und  besonders
oft  eine  Entscheidung  treffen  muß  darüber,  was  sie  noch  als  eigene  Beisteuer
anerkennen,  oder  von  sich  abschütteln  soll.  Vielleicht  sind  die  Forscher
nie  ausgestorben,  und  jedenfalls  mehren  sie  sich,  die  jene  Worte,  ob  nun
mit  mehr  oder  weniger  Absicht,  harmlos  verwenden;  sie  könnten  sehr  gute
Gründe  dafür  haben,  wären  aber  unter  jenem  Gesichtspunkte  als  lauter  Bönhasen
  anzusehen.
So  bleibt,  über  alle  Wenn  und  Aber  hinaus,  wirklich  nur  jener
erste  Fall  zurück,  für  den  sich  die  grundsätzliche  Erörterung  auf  den
            
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