Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes",

solches  Wort  nicht  gut  mehr  in  das  Dunkel  der  Sprache  zurücksinken,
sofern  es  innerhalb  eines  fachlichen  Sprachgebrauches  dauernd  die
Rolle  spielt,  um  derentwillen  es  die  Aufmerksamkeit  erregt  hat.  Für
die  Eingeborenen  Fachausdrücke  aber  trifft  dies  im  Wesen  zu,  und  so
werden  sie  für  das  fachliche  Denken  über  kurz  oder  lang  dauernd  von
dem  sprachlichen  Hintergrund  abstechen,  dem  sie  entstammen;  und
eben  als  „Begriffe“  abstechen.  Dieser  Sachlage  entspinnt  sich  nun
ungezwungen  der  weitere  Hergang.
Während  es  in  Fühlung  mit  den  vielberufenen  Worten  tritt,  wird
das  nationalökonomische  Denken  auch  sonst  mit  vielerlei  zu  tun
bekommen,  um  dessentwillen  in  der  Nationalökonomie  von  „Begriffen“
gesprochen  wird.  Zum  Teil  in  der  Hingabe  an  jenen  Brauch  der
Sprache,  zum  Teil  aus  anderen,  vielleicht  einwandsfreieren  Anlässen.
Dort  sieht  man  den  „Begriff“  mit  einem  Worte  vorliegen,  ausgelöst
aus  den  sprachlichen  Zusammenhängen,  in  denen  sich  das  wissenschaftliche ­
  Denken  zur  Darstellung  bringt.  Dann  ist  zuerst  das
Wort  da,  weil  eben  das  wissenschaftliche  Denken  schon  vorher  an
die  Hilfe  dieses  Wortes  gebunden  war,  ehe  es  nachsinnlich  über  ihm
verweilt.  Umgekehrt  kann  ein  Wort  zu  einem  Ergebnis  des  Denkens,
das  sich  zunächst  in  vielen  Worten  darstellt,  erst  hinzutreten;  in
verständiger  Willkür  dafür  auserwählt,  dieses  Ergebnis  sprachlich  zu
vertreten;  gleichgültig,  ob  man  dieses  Wort  dazu  neu  bildet,  oder
fertig  der  Sprache  entlehnt.  Dann  war  das  beteiligte  Denken  nicht
von  Haus  aus  an  die  Hilfe  dieses  Wortes  gebunden,  es  hat  das  letztere
als  Namen  in  seinen  Dienst  genommen.  Nicht  das  Wort,  sondern
die  Möglichkeit  der  Definition  war  dann  zuerst  da.  Näher
brauche  ich  auf  diese  Sonderung  hier  nicht  einzugehen.  Denn  im
Geiste  der  herkömmlichen  Logik  liegt  in  beiden  Fällen  mit  dem
betreffenden  Worte  ein  „Begriff“  vor,  und  darauf  allein  kommt  es  für
diesen  Zusammenhang  an.
Der  Kreis  der  „Begriffe“,  die  für  das  nationalökonomische  Denken
mit  seinen  Eingeborenen  Fachausdrücken  vorliegen,  verharrt  in  seinen
engen  Grenzen.  Die  Überzahl  der  sonstigen  „Begriffe“  schwillt
dagegen  stetig  an.  Einerseits  häufen  sich  die  Anlässe,  die  das  nationalökonomische ­
  Denken  in  seinen  verschiedenen  Bereichen  dafür  findet,
über  hilfreichen  Worten  nachsinnlich  zu  verweilen.  Andererseits  steigt
mit  seinen  Leistungen  der  Bedarf  an  Namen.  Mit  diesen  anderen
„Begriffen“  kommt  aber  das  nationalökonomische  Denken  nur  fallweise
in  Berührung;  nur  in  vereinzelten  Bezirken  seiner  Tätigkeit  häufiger,
oder  überhaupt  nur  selten.  Für  jene  „Begriffe“  darunter,  die  mit  ausgelösten ­
  Worten  vorliegen,  unter  Gewähr  jener  Sprachsitte,  versteht
            
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