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Promessen" schafft, will ich ein Beispiel anführen, für das
mir während meines Aufenthaltes in New York die ent
sprechenden Unterlagen von der finanzierenden Bankfirma
selbst, die zu den besten des Platzes zählt, gegeben worden
sind: Eine in Coplay, Pennsylvanien, belegene Zementfabrik
war ursprünglich für den Preis von 1 350 000 $ an ein
englisches Syndikat verkauft worden, das bei Abschluß des
Vertrages als Sicherheit für seine Erfüllung 50 000 £ zu
hinterlegen hatte. Das Syndikat trat von dem Vertrag
zurück und ließ die 50 000 $ im Stich. Die Besitzer der
Fabrik traten an die erwähnte Bankfirma mit dem Vorschlag
heran, sie solle die Fabrik erwerben. Die Firma prüfte
das Angebot und erstand für eine Million Dollars das ge
samte Unternehmen. Trotz ungenügender Leitung war es
den Vorbesitzern möglich gewesen, einen Nettoverdienst
von 150 000 $ während der letzten 3 bis 4 Jahre zu er
zielen. Auf der Grundlage dieses Nettoverdienstes wurde
gegründet, beziehungsweise „kapitalisiert“. Man gab für
500 000 $ 5 proz. Bonds, für 875 000 $ 6 proz. Vorzugs
aktien und für 2 000 000 $ gewöhnliche Aktien („common
stock“) aus. Die festen Zinsverpflichtungen der neuen
Gesellschaft beliefen sich also auf 77 500 $, nämlich 5 Proz.
von 500 000 $ (25 000) und 6 Proz. von 875 000 $ (52 500).
Was mehr als 77 500 $ netto verdient wurde, kam den
gewöhnlichen Aktien zugui. Das Mehr betrug nach den
seitherigen Ergebnissen 65 000 $ — oder 3 J /4 Proz. auf die
2 Millionen Dollars gewöhnlicher Aktien. Am 1. April 1901
wurde das Unternehmen der neuen Gesellschaft übergeben.
In den ersten 6 Monaten hatte es einen Nettoverdienst von
rund 100 000 $. Hiervon waren für 500 000 $ 5 proz.
Obligationen 12 500 $ und für 875 000 $ 6 proz. Vorzugs
aktien 26 250 $, zusammen 38 750 $ an Zinsen zu entrichten,
und es blieben 61 250 $ für den common stock oder