Full text: Wirtschaft als Leben

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,Die Herrschaft des Wortes“, 
allezeit getrosten darf, solange darf man mit Worten, wie „Erleben“ 
und „Handeln“, schon eher kochen; da schwimmen doch Fettaugen 
auf der Wassersuppe. 
Kraft jenes Einklanges mit dem Erlebten, wo immer ein Zuständ- 
liches Gebilde von unserem Geist gestaltet wird, ist er im vollen Rechte, 
wenn für seinen Umblick die Zuständlichen Gebilde an der Welt 
des Handelns bauen; ähnlich, wie der Fluß an der sinnlichen Welt 
baut. Damit reckt sich jene Welt des Geschehens erst in ein über 
sichtlich festes Gefüge. Von dem letzteren gilt freilich, daß es an 
jedem Punkte, den unser geistiger Blick schärfer trifft, im Hui wieder 
zu Geschehen zerfließt! Aber das nämliche denkende Umformen, 
bei dem sich unser Geist vor dem Erleben nichts vergibt, ist auch in 
anderer Richtung geschäftig. Auch dies liegt am Wege zur „Ab 
rundung“; ich muß vorher aber ein Versäumnis nachholen. 
Die Einheiten des Handelns, die als Zuständliche Gebilde erfaßbar 
sind, stehen als solche Einheiten durchaus nicht allein; man kann in 
doppelter Hinsicht von ihresgleichen reden. Fürs erste deute ich es 
später an, wie das Zuständliche Gebilde gleichsam nur die höchste 
unter den vielen Arten von Einheiten ist, deren Untergebene die Welt 
des Handelns erfüllen; so genommen, wie diese unserem Geiste sich 
darstellt. In der anderen Richtung aber dürfen wir nicht die ur 
sprünglichsten unter den Einheiten des Handelns vergessen! Die 
ganze Welt des Handelns ist nur so für uns gegeben, daß wir lauter 
Spiegelbilder unseres Ichs vor uns sehen, als die Knotenpunkte des 
erlebten Geschehens. Auf das eine Handeln bezogen, das zum lebendigen 
Strome jener Welt wird, ist uns das Ich Person. An der Person 
hängt das erlebte Geschehen in der schlagendsten Weise ohne weitere 
Mittelglieder zusammen. Obwohl nun im persönlichen Handeln nicht 
minder jene Allbedungenheit der Handlungen zutrifft, so ist diese Be- 
dingnis hier doch ebensowenig der Grund wie die Folge der Einheit; 
Allbedungenheit und Einheit berufen sich vielmehr gemeinsam auf das 
Ich. So erscheint das Handeln einer Person, zusammen mit der 
Wechelbeziehung zum Empfinden ihr „Leben“, als die ursprünglichste, 
die am Ich aufruhende Einheit des Handelns. Mit dem Ich, das 
uns ewiglich das Ebenbild unseres eigenen ist, hört auch diese Einheit 
auf. Das trifft wieder für den Narren zu, der dieser Einheit des 
persönlichen Lebens verlustig ist. Der Narr wird für uns durchaus 
nicht zum Tier; damit hörte die Einheit nicht auf. Das Tier ist uns 
gleichsam jene „Unterstufe des Ichs“, die Knotenpunkt ist für ein 
Geschehen, das zwischen Handeln und Naturgeschehen die rätselhafte 
Mitte hält; und z. B. im „klugen“ Hunde sogar zu einer Abart von
	        
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