Full text: Wirtschaft als Leben

Ausblicke, IV. 
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unseres eigenen Handelns, auf Grund unserer ganzen „Lebenserfahrung“, 
im Handeln und Erdulden. Unter Umständen scheinen zwar auch 
diese „Tatsachen“ nur dafür gut, um ein Denken in Zustand und Ent 
wicklung zu ermöglichen; und dann eben auf „tatsächlicher Grundlage“. 
Dabei kann es scheinbar auf ein bloßes Anreihen von Größen an 
kommen, deren Zahlenbewegung wir dann wieder in einer bestimmten 
Umformung erfassen, als den numerischen Wandel, das Auf und Ab 
der „Reihengröße“. Es ist die Art, wie wir zum Beispiel schon im 
gewöhnlichen Leben vom „Steigen des Mietpreises da und dort“, oder 
von der „Abnahme der Bevölkerung“ sprechen. Das gehört aber schon 
’ n die Methodologie, die in dieser Richtung aus dem Alltag 
heraus sich fortsetzt; dieweil dieser, nüchtern wie er ist, im großen 
und ganzen überhaupt nur im „rechnenden“ Sinne an sich selber 
denkt I Nun soll dann sofort erhellen, daß Zustand und Entwicklung 
auch nur ein Umweg sind, auf den das Streben nach der Einheit 
gedrängt wird. Im Grundsätze läuft es somit stets darauf hinaus, aus 
jenen ausgetrennten Sternen das Eine und große Ge- 
webe geistig nachzuschaffen, das uns mit seinen lebendigen 
Ausläufern als Schicksal umgarnt. In dieser Nachschöpfung der All- 
Einheit des Handelns finden auch die geringfügigsten jener „Tatsachen“ 
diren dauernden Platz. Keine von ihnen ist als Abfall zu verwerfen; 
auch jene Tatsachen nicht, die in Zustand und Entwicklung aufgehen, 
uch Diese überleben sich nie, sondern bleiben nach wie vor die 
ronzeugen jenes Lebens, für das Zustand und Entwicklung bloß 
Ie gedanklichen Surrogate sind. Es gehört eben schon jene Ver- 
ennung durch Mark und Bein dazu, um gegenüber dem einheitlichen 
anzen dieser lebenswarmen „Tatsachen“ von einem „ungeregelten 
auienwerk“ zu sprechen, in das nun erst rechte Ordnung zu bringen 
Ware natürlich im Sinne des alleinseligmachenden „Gesetzes“, und 
womöglich noch unter vollbrüstigem Hinweis auf das „Walten der 
ewigen Naturgesetze“ und derlei schiefgetretene Redensarten, deren 
e rschismus hierbei gerade dem naturwissenschaftlichen Denken in der 
eele zuwider sein muß. 
u ^ >er »tüftelig“ aufgebaute Satz, daß das Verhältnis zwischen Denken 
j en es zwischen Forschung und Material schon wesentlich 
hält < ^ eser ^ atz laßt eine Art Gegenprobe zu. Dem letzteren Ver- 
sach mS “ entSpricllt daS Verhalten des Forschers gegenüber den „Tat- 
fahr Gn ' Aus Diesen selber kann aber der Forscher doch nicht er- 
die 's ,r aS Cr mit ihnen zu tun habel Das erinnerte ein bißchen an 
das ” C StbCWegUn e e ines Systemes“. Es muß also etwas da sein, 
ns im rechten Umgang mit den „Tatsachen“ unterweist. Und
	        
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