Ausblicke, IV.
265
unseres eigenen Handelns, auf Grund unserer ganzen „Lebenserfahrung“,
im Handeln und Erdulden. Unter Umständen scheinen zwar auch
diese „Tatsachen“ nur dafür gut, um ein Denken in Zustand und Ent
wicklung zu ermöglichen; und dann eben auf „tatsächlicher Grundlage“.
Dabei kann es scheinbar auf ein bloßes Anreihen von Größen an
kommen, deren Zahlenbewegung wir dann wieder in einer bestimmten
Umformung erfassen, als den numerischen Wandel, das Auf und Ab
der „Reihengröße“. Es ist die Art, wie wir zum Beispiel schon im
gewöhnlichen Leben vom „Steigen des Mietpreises da und dort“, oder
von der „Abnahme der Bevölkerung“ sprechen. Das gehört aber schon
’ n die Methodologie, die in dieser Richtung aus dem Alltag
heraus sich fortsetzt; dieweil dieser, nüchtern wie er ist, im großen
und ganzen überhaupt nur im „rechnenden“ Sinne an sich selber
denkt I Nun soll dann sofort erhellen, daß Zustand und Entwicklung
auch nur ein Umweg sind, auf den das Streben nach der Einheit
gedrängt wird. Im Grundsätze läuft es somit stets darauf hinaus, aus
jenen ausgetrennten Sternen das Eine und große Ge-
webe geistig nachzuschaffen, das uns mit seinen lebendigen
Ausläufern als Schicksal umgarnt. In dieser Nachschöpfung der All-
Einheit des Handelns finden auch die geringfügigsten jener „Tatsachen“
diren dauernden Platz. Keine von ihnen ist als Abfall zu verwerfen;
auch jene Tatsachen nicht, die in Zustand und Entwicklung aufgehen,
uch Diese überleben sich nie, sondern bleiben nach wie vor die
ronzeugen jenes Lebens, für das Zustand und Entwicklung bloß
Ie gedanklichen Surrogate sind. Es gehört eben schon jene Ver-
ennung durch Mark und Bein dazu, um gegenüber dem einheitlichen
anzen dieser lebenswarmen „Tatsachen“ von einem „ungeregelten
auienwerk“ zu sprechen, in das nun erst rechte Ordnung zu bringen
Ware natürlich im Sinne des alleinseligmachenden „Gesetzes“, und
womöglich noch unter vollbrüstigem Hinweis auf das „Walten der
ewigen Naturgesetze“ und derlei schiefgetretene Redensarten, deren
e rschismus hierbei gerade dem naturwissenschaftlichen Denken in der
eele zuwider sein muß.
u ^ >er »tüftelig“ aufgebaute Satz, daß das Verhältnis zwischen Denken
j en es zwischen Forschung und Material schon wesentlich
hält < ^ eser ^ atz laßt eine Art Gegenprobe zu. Dem letzteren Ver-
sach mS “ entSpricllt daS Verhalten des Forschers gegenüber den „Tat-
fahr Gn ' Aus Diesen selber kann aber der Forscher doch nicht er-
die 's ,r aS Cr mit ihnen zu tun habel Das erinnerte ein bißchen an
das ” C StbCWegUn e e ines Systemes“. Es muß also etwas da sein,
ns im rechten Umgang mit den „Tatsachen“ unterweist. Und