Full text : Wirtschaft als Leben

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,Die  Herrschaft  des  Wortes“,

in  die  Ferne  gerückt  sind.  Will  man  daher,  um  der  Nationalökonomie
ihr  „Gebiet“  abzustecken,  mit  jenem  „Prinzipe“  ein  bestimmtes
Handeln  kennzeichnen,  so  steht  zweierlei  offen.  Entweder  fällt  die
Bestimmung  etwas  zu  weit  aus;  wenn  man  nämlich  die  richtige
Meinung  im  Auge  hat  und  damit  unser  ganzes  Handeln  als  ein
„wirtschaftliches“  erhellt.  Öderes  fällt  die  Bestimmung  etwas  zu  eng
aus;  falls  man  nämlich  jenes  „Prinzip“  buchstäblich  meint.  Dann
wäre  der  Nationalökonomie  ihre  Aufgabe  wesentlich  erleichtert:  Denn
ihr  Gebiet  würde  sich  auf  jene  Handlungen  beschränken,  die  Unmögliches ­
  möglich  machen!
Nun  das  „wirtschaftliche  Handeln“  sonstiger  Lesart.  Ich  komme
bald  zum  Hinweis,  in  welchem  Sinne  man  vom  „Wirtschaftlichen“  in
einem  verständigen,  in  einem  friedlichen  Sinne  reden  kann,  alles
Wortstreites  überhoben;  für  die  Forschung  hat  auch  dieser  Sinn  nur
fragwürdigen  Belang.  Jedenfalls  aber  ist  es  Bedingung,  daß  man  dabei
das  Ganze  im  Auge  hat.  Es  handelt  sich  da  um  die  Art,  wie  die
Welt  des  Handelns  gleichsam  aus  der  „didaktischen  Vogelschau“
übersehbar  wird.  Ausgeschlossen  bleibt  also  die  Möglichkeit,  von
Handlung  zu  Handlung  eine  Sonderung  vorzunehmen,  die  Handlungen ­
  zu  „sortieren“.  Von  Versuchen  dieser  Art  habe  ich  dem  verbreitetsten, ­
  man  könnte  beinahe  vom  offiziellen  sprechen,  seine  Rechnung ­
  schon  gelegt.  Im  übrigen  läuft  es  auf  eine  gutgemeinte,  aber
schlechtgelohnte  Willkür  hinaus,  das  spezifisch  „Wirtschaftliche“
einer  vereinzelten  Handlung  auszuklügeln.  Der  Alltag  meint  darunter
wohl  die  Handlungen  metallischer  Klangfarbe;  sein  Theoretiker  denkt
unter  Umständen  etwa  an  das  „materielle  Gut“.  Auf  Willkür  muß  es
stets  hinauslaufen,  wenn  man  etwas  an  die  Sache  ketten  will,  was  einfach ­
  am  Gesichtspunkte  hängt  und  die  Art  betrifft,  wie  er  einmal ­
  die,  dann  wieder  jene  Zusammenhänge  vors  Auge  führt.  Aber
ich  wäre  gern  bereit,  in  diesem  Punkte  auf  irgendeines  Meisters  Worte
zu  schwören,  wenn  ich  nur  den  Vorteil  für  die  Nationalökonomie
herausfände.  Wozu  soll  diese  „Bestimmung“  der  „wirtschaftlichen
Handlung“  eigentlich  frommen?  Ich  gebe  natürlich  zu,  daß  es  im
Bereiche  harmlosen  Sprechens  hundertmal  nötig  wird,  von  einem  „wirtschaftlichen ­
  Handeln“  zu  reden.  Das  Wort  „Wirtschalt“  ist  auch
genügend  Kautschuk  dazu,  und  so  verständigen  wir  uns  gerade  ohne
jene  „Bestimmung“  am  besten;  in  jener  Richtung  nämlich,  auf  die  es
für  den  gegebenen  Fall  ankommt.  Aber  was  soll  einer  Er  fahr  ungswissenschaft
  jene  „Bestimmung“?  Wenn  nicht  der  Gedanke  an
den  Allzusammenhang  des  Geschehens,  an  die  All-Einheit  jener  Welt
nebenhergeht  —  und  das  ist  aus  dem  guten  Grunde  unwahrscheinlich,
            
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