Full text : Wirtschaft als Leben

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Anhang,  XV.

führt,  nie  das  konkrete  Gestein  so  in  Betracht,  wie  es  ein  ganz  bestimmtes, ­
  nur  sich  selber  gleiches  „Ding“  ist,  ausscheidbar  aus  unseren
Empfindungsinhalten;  es  kommt  nur  gattungsmäßig  in  Betracht,  z.  B.
als  „Gneis“,  oder  als  Muttergestein  der  oder  jener  Art  von  Fossilien.
Und  so  mag  sich  eine  Örtlichkeit  wie  immer  kasuistisch  deuten  lassen,
ihre  Deutung  kraft  der  Nutzanwendung  metahistorischer  Erkenntnis,
im  Sinne  der  Eingliederung  in  das  System  der  Epochen,  beruht  stets
nur  auf  den  gattungsmäßigen  Verhältnissen,  gilt  daher  auch  nur
auf  dieser  Grundlage;  also  nur  soweithin,  als  es  uns  z.  B.  als  eine
„Gneis“schicht  erfaßlich  ist,  was  wir  in  der  oder  jener  Lage  zu  einer
uns  als  „Tonschiefer“  erfaßlichen  Schicht  vorfinden.  In  diesem  grundwesentlichen ­
  Sinne  bezieht  sich  das  metahistorische  System  auf  die
räumlichen  Dinge  nicht  so,  wie  sie  uns  als  Individuen  umgeben,  e  s
bezieht  sich  direkt  nur  auf  ihre  Gattungen.
Da  gilt  nun  die  Erwägung,  ob  dieser  generische  Charakter
der  Metahistorie  dahin  zu  verstehen  sei,  daß  auch
bei  der  Aufrollung  des  großen  Kausalzusammenhanges
eine  sachlich  unschädliche  Einschränkung  Platz  greift.
Diese  Annahme  widerlegt  sich  aber  ungezwungen  durch  die  Einsicht,
wie  jener  generische  Charakter  der  Metahistorie  auf  etwas  ganz  ander ­
  e  s  zurückzuführen  sei  als  auf  das  Streben,  unter  den  Tatsachen,
die  man  ermitteln  könnte,  eine  verständige  Auswahl  zu  treffen.
Zwei  entscheidende  Verhältnisse  kommen  da  einander  so  entgegen,
daß  uns  der  generische  Charakter  der  Metahistorie  wohl  als  etwas  Notwendiges ­
  erscheinen  muß,  zugleich  aber  als  etwas,  das  auch  nicht
im  entferntesten  mit  einem  Prinzipe  der  metahistorischen ­
  Auswahl  zu  tun  hat.  Einerseits  bringt  sich  der  Umstand ­
  zur  Geltung,  daß  die  Metahistorie  den  Sinn  einer  Schichtung,
einer  zeithaften  Ordnung  der  räumlichen  Dinge  auf  jeden  Fall  hat,  ob
sie  nun  außerdem  wirklich  oder  nur  scheinbar  Aufschluß  über  die
Vergangenheit  erbringt.  Von  der  anderen  Seite  aber  ist  die  fragwürdige ­
  Art  von  entscheidendem  Einfluß,  in  der  man  dem  kausal  erfaßten ­
  Geschehen  alleinig  beizukommen  vermag.

XV.
Der  zeithaften  Ordnung  der  Dinge  muß  notwendig  eine  andere
vorangehen.  Jene,  die  schon  in  der  Eigenart  unseres  Denkens  begründet
ist  und  ein  Sprechen  in  Worten  erst  möglich  macht.  Es  ist  dies  die
klassifikatorische  Ordnung  der  Dinge,  die  uns  umgeben.  Sie
            
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