Full text : Wirtschaft als Leben

Anhang,  XVIII.

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schehen  Platz  greifen,  dann  ist  metahistorische  Erkenntnis
am  Werke.  Dann  erst  weben  sich  die  abstrakten  Beziehungen,  die
in  der  Konstruktion  der  „Epochen“  und  „Stammbäume“  zu  ihrer  einheitlichen ­
  Ausgestaltung  gelangen.  Die  Forschungsergebnisse  dieser
Provenienz  arbeiten  an  der  Schichtung,  an  der  zeithaften  Ordnung ­
  der  räumlichen  Dinge.  Ihre  wissenschaftliche  Bedeutung  in  dieser
Hinsicht  ist  im  voraus  außer  Kritik  gestellt  worden.  Augenblicklich
aber  handelt  es  sich  um  ihre  Eigenschaft  als  Aufschlüsse  über
die  Vergangenheit.  Ich  vermeide  es  mit  Absicht,  sie  in  dieser
Hinsicht  als  „hypothetische“  zu  bezeichnen.  Hypothetisch  sind
in  höherem  oder  geringerem  auch  alle  historischen  Ergebnisse.
Sie  alle  sind  nur  Annäherungen  an  das  absolut  Gewisse;  aber
in  welchem  Grade  immer  sie  es  wären,  sie  sind  doch  echte  Annäherungen, ­
  und  es  hängt  nur  an  der  Sorgfalt  und  an  dem  Glück  der
Forschung,  sie  als  Annäherungen  bis  ins  ungemessene  zu  steigern.
Gerade  dies  aber  ist  bei  den  metahistorischen  Ergebnissen  im  Wesen
ausgeschlossen.  Als  Aufschlüsse  über  die  Vergangenheit
sind  die  metahistorischen  Ergebnisse  von  Haus  aus
weder  wahr  noch  falsch.  Sorgfalt  und  Glück  der  Forschung
sind  diesem  Verhältnisse  gegenüber  ohnmächtig;  sie  kommen
etwas  ganz  anderem  zugutel

XVIII.
Für  den  ersten  Blick  ist  diese  Anschauung  gewiß  sonderbar;  noch
sonderbarer,  daß  den  metahistorischen  Ergebnissen  jene  Zwitterna  ur
sogar  im  Wesen  liegen  soll.  Aber  dies  alles  läßt  sich  noc  vo
anderen  Seite  her  beleuchten,  und  dann  wird  im  weiteren  e
auch  der  ganze  Zusammenhang  der  Verhältnisse  durchsic  lg
es  schon  im  Vortrage  gezeigt  und  seither  schon  einem  an
Gedankengang  eingeflochten  wurde,  ruht  die  ganze
historische  Erkenntnis  auf  Analogieschlüssen.  Wo  es
sich  nicht  um  ein  Geschehen  handelt,  das  uns  vom  0  en  e
gesetze  aus  erfaßlich  ist,  da  bleibt  eben  gleichsam  vom  Geschehen  nur
soviel  Spur  zurück,  um  den  Analogieschluß  vom  Geschehenden  aufs
Geschehene  ziehen  zu  können.  Auch  in  jenem  günstigeren  a  ,  ei
der  historischen  Erkenntnis,  kann  das  Erschließen  a  o  er  ac  ic  ,
bald  gewissenhaft  vorgenommen  werden;  aber  je  gültiger  es  erfolgt,
desto  näher  rückt  eben  das  Erschlossene  an  das  absolut  Gewisse  heran.
Immer  befugter  sind  wir  zur  Behauptung,  daß  es  so  und  nicht  anders
            
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