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„Der Wertgedanke“,
Einleitung Erwähnung geschehen, mit dem Hinweise auf ihre seltsamen
Folgezustände: Es betrifft den Kampf aller gegen alle, wie er
innerhalb der „Wertlehre“ vorherrscht; jenen dauernden, und dauernd
unentschiedenen Kampf ums Alleinsein!
Die Erledigungen dessen, von dem man dafür hält, daß es
unter „Wert“ zu erledigen sei, sie erfolgen nämlich je vom subjek
tiven Standpunkte eines Theoretikers aus; wobei der letztere, sofern
er einen selbständigen Beitrag zur „Wertlehre“ liefern will — eine
„Werttheorie“! — nach seiner Weise von vorne beginnen muß.
Daneben halten aber alle diese Erledigungen unter sich auch einen
Zusammenhang im objektiven Sinne aufrecht: Sie stellen sich, ins
gesamt, gegeneinander in ausschließenden Widerspruch. Jede von ihnen
will unter allen, als ihresgleichen angesehenen Erledigungen den
Anspruch auf alleinige Geltung erheben, und läßt demnach von den
übrigen nur soviel gelten, als — ihren eigenen Anschauungen nach —
ihr selber gemäß ist. So ist, in großen Zügen das Wesentliche fest
gehalten, das Gebaren beschaffen, das innerhalb der „Wertlehre“ als
das herkömmliche gelten darf.
Dieser Tatbestand liegt viel zu offen, um ihn erst noch durch aus
drückliche Belege erhärten zu müssen. Wie er jedoch seine ganze
Wucht für den gesuchten Beweis einsetzt, wird sofort klar, sobald wir
uns auf das Verhältnis besinnen, das innerhalb der „Wertlehre“ vor
walten müßte, wenn anders ein solches Gebaren Sinn und Verstand
haben soll.
Nach solchem Tatbestand zu schließen, hält man im Geiste der
herkömmlichen Anschauung offenbar dafür, daß alle Aussagen, die sich
auf irgendeine Art mit dem Ausdrucke „Wert“ verknüpfen, unter
einander von unmittelbarstem Bezug seien. Danach kann
also unter Anknüpfung an den Ausdruck „Wert“ in irgendeiner be
stimmten Hinsicht nichts ausgesagt werden, ohne nicht damit schon
allen abweichenden Aussagen, die unter derselben Anknüpfung und
nach der gleichen Hinsicht erfolgen, zu widersprechen. Unter den
ebenerwähnten Bedingungen kommt also jeder Unterschied im
materiellen Gehalt verschiedener Assagen ohne weiteres schon einem
Widerspruche gleich. In einem solchen Verhältnisse allein könnte
jenes herkömmliche Gebaren begründet sein.
Damit jedoch ein bloßer Unterschied zwischen verschiedenen Aus
sagen, die sich sonst in der gleichen Richtung bewegen, sofort einem
Widerspruche gleichkomme, müßte doch ohne Zweifel über ein und
dasselbe ausgesagt worden sein. Denn über verschiedene Dinge
kann in genau derselben Richtung abweichend ausgesagt werden, ohne