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Geräte — 14667000 Pud Metall nötig wären und erflärte, daß die
Finanzierung des Baues der erforderlihHen Maldinen 400 000000 Rubel
erheijdhen würde, Gegenwärtig wijjen wir, dakz die erforderliHe Metall-
menge nicht angeführt worden ijt und die in Frage Iommende Indultrie
auch) nit annähernd die allerdringendjten Anjprüche befriedigen Konnte,
Dabei fehlten [Hon im Jahre 1918 gegen 300000 Pflüge und gegen
3000000 Senjen dem europäijden Rukland, ohne Ukraine.
Neben dem Mangel an landwirt/hHaftlihHen Maljdinen und Ge-
räten ijt das Fehlen der erforderlidgen . Mengen von Saatkorn und
jonitigem Samen bemerfenswert. Zur Beurteilung der Sacdlage muß
in Betracht gezogen werden, daß vor dem Kriege große Mengen
Saaten, jpeziell aus Dänemark eingeführt wurden. Diefe Einfuhr fehlt
jegt volljtändig. Im Frühjahr 1919 benötigte allein der Kreis Brjanjt
des Gouvernements Drei 150000 Pud Sommerkornfaaten, die von
der Sowjetregierung nicht be[hafft werden konnten. Ähnlich fieht es
in den meilten Zentralgouvernements aus, EndlidH darf nicht vergeffen
werden, daß gegenwärtig jeglide Einfuhr Fünltlidher Düngmittel
fehlt. Gewikß fpielte in der rullijden LandwirtjdHaft der Künitlide Dün-
ger aud) nicht annähernd die Rolle, wie in der deutjHen Landwirt-
jdhaft. Immerhin wurden im Jahre 1913 in der rullifdhen Landwirt-
idaft 42425000 Bud mineralijdjer Düngemittel*) (Chilijalpeter, Su-
perphosphat, Thomasidlade, Kainit ujw.) verbraucht, hiervon waren
allein 31070000 Bud aus dem Auslande eingeführt und 11355000
Bud in Rukland hHergeftellt, Im Jahre 1916 wurden in Rußland nur
700000 Bud Superphosphat gewonnen, [tatt der 7000000 Bud im
Jahre 1913. Die Einfuhr Jank in der angeführten Zeit von 12000000
Pud auf Null. Hierbei ijft in Betracht zu ziehen, daß nicht allein die
Landwirt] haft der baltijdHen Provinzen und Polens — die ja für
Sowjetrukland verloren gegangen find — die fünftliden Düngemittel
in hohem Make anwandte, fondern aud auf Grokrußland immer-
hin 15—18000000 Bud entfielen und der Zuderrübenrayon der
Ufraine gegen 4000000 Bud benötigte. Nady dem Vortrage Balile-
witjdhs gelangte auf dem KongreH eine Nefolution zur Annahme, deren
erjter Punkt fejtjtellt, dak in den nächiten Yahren ein Sinken der
Ernteerträgniffe unvermeidlid) fei, und zwar infolge fHlech-
terer Bearbeitung des Bodens, BVerichlechterung der Saaten und ge
tfingerer Düngung der Äder,
Bon größtem Interelje ijt der Stand des FladHsanbaues in
der Sowjetrepublik, befonders angefichts dejjen, daß man noch jünglt
in gewiljen Kreilen Deutidhlands aroke, übrigens völlig unberechtiate
*) Val. den Vortrag von BalilewitfdH auf dem erlten Kongreß der Sow-
jets der Volkswirtidhaft. Konarekbericht S. 446 ff.