Vorwort.
Zur Sache selbst soll hier nichts bemerkt werden; darüber
dürften die nachfolgenden Ausführungen alles Erforderliche ent-
halten. Nur eine Bitte und ein Dank mögen an dieser Stelle aus-
gesprochen werden.
Die Bitte richtet sich an den Leser des Buches. Man er-
warte nicht eine der landläufigen „populären Broschüren“, die man
in der Trambahn oder einer kurzen Arbeitspause rasch zu über-
lesen gelernt hat. Das Buch enthält auch durchaus kein neues
Rezept zur Überwindung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.
Vielmehr war ich bemüht, die aufgerollte Frage in ihrem ganzen
Umfang und mit aller wissenschaftlichen Strenge zu untersuchen,
mit dem Ziel grundsätzlicher Klärung der vielfach bestehenden
Zweifel und Irrtümer. Andererseits wieder möchte ich wünschen,
daß das Buch trotz oder sogar gerade wegen dieser „Wissenschaft-
lichkeit“ auch außerhalb der engeren Fachkreise gelesen werde;
dann kann es vielleicht unmittelbar ein wenig zur Berichtigung
der im allgemeinen noch recht naiv-oberflächlichen Vorstellungen
vom Geldwesen und seiner Bedeutung beitragen, kann wenigstens
die gröbsten Irrtümer beseitigen helfen.
Den Dank, den ich hier zum Ausdruck bringen will, schulde
ich Herrn Professor Dr. Adolf Weber, meinem hochverehrten
Lehrer. Herr Professor Weber hat mich nicht nur zu der vorliegen-
den Arbeit veranlaßt, sondern auch ihre Ausführung mit ständiger
wärmster Anteilnahme verfolgt und durch immer erneute Rat-
schläge, Zurechtweisungen, Anregungen gefördert. Es ist mir eine
herzliche Freude, ihm auch an dieser Stelle für die vielen Beweise
seines gütigen Interesses danken zu können.
zz. Z.) Breslau, am ı. September 1920.
Arthur Wolfgang Cohn.