angehörige auch untereinander in Tauschbeziehungen treten fällt
aicht mehr unter den Begriff der Hauswirtschaft);
c) auf eine Marktwirtschaft, d. h. eine Wirtschaftsordnung,
in der die Güter bei ihrem Kreislauf in den verschiedenen Stadien
verschiedenen nicht unmittelbar verbundenen Wirtschaftspersonen
zufallen, weil infolge der ausgedehnten Arbeitsteilung jede Wirt-
schaftsperson als Produzent in einer bestimmten Richtung den
Bedarf vieler unbekannter Konsumenten befriedigen kann; wo
deshalb im Güterkreislauf zwischen die Beschaffung und die Ver-
wendung noch ein Austausch treten muß, und zwar ein zu-
sammengefaßter Austausch aller Güter gegen alle nach einem
sinheitlich-gesellschaftlichen Maßstabe der Bewertung: daher kann
das Geld selbst in der Kundenwirtschaft noch entbehrt werden,
solange die hier bestehenden persönlichen Beziehungen einen un-
mittelbaren Gütertausch, einen ursprünglichen Naturalverkehr auf
Grund der individuell-subjektiven Wertvergleichung der Tausch-
zegenstände durch die Tauschenden gestatten.
Sehr eindrucksvoll zeichnet Mises den Unterschied der primitiven
Wirtschaft, welche das Geld noch nicht benötigt, von der entwickelten
Verkehrswirtschaft, die ohne es nicht mehr auskommt: „Die Geldrechnung
zibt uns einen Wegweiser durch die erdrückende Fülle der wirtschaftlichen
Möglichkeiten. Sie gestattet uns, das Werturteil, das sich in unmittelbarer
Evidenz nur an die genußreifen Güter und bestenfalls noch an die Produktiv-
gzüter der niedrigsten Güterordnungen knüpft, auf alle Güter höherer Ordnung
auszudehnen, Sie macht den Wert rechenbar, sie gibt uns damit erst die
Grundlage für alles Wirtschaften mit Gütern höherer Ordnung. Hätten wir
zie nicht, dann wäre alles Produzieren mit weitausholenden Prozessen, dann
vären alle längeren kapitalistischen Produktionsumwege ein Tappen im
Dunkeln... Nur unter einfachen Verhältnissen vermag die Wirtschaft ohne
Seldrechnung auszukommen. InderEngedergeschlossenen Haus-
wirtschaft, wo der Familienvater das ganze wirtschaftliche Getriebe
zu überblicken vermag, kann man die Bedeutung von Veränderungen des
Erzeugungsverfahrens auch ohne die Stütze, die sie dem Geist gewährt,
nehr oder weniger genau abschätzen. Der Produktionsprozeß wickelt sich
ıer unter verhältnismäßig geringer Anwendung von Kapital ab. Er schlägt
wenig kapitalistische Produktionsumwege ein; was erzeugt wird, sind in der
Regel Genußgüter höherer Ordnung. Die Arbeitsteilung ist noch in den aller-
ersten Anfängen; ein und derselbe Arbeiter bewältigt die Arbeit eines ganzen
Produktionsverlahrens von seinem Anfang bis zur Vollendung des genuß-
reifen Gutes, Das alles ist in der entwickelten gesellschaft-
lichen Produktion anders. Es geht nicht an, in den Erfahrungen
siner längst überwundenen Zeit einfacher Produktion ein Argument für die
Möglichkeit, im Wirtschaften ohne Geldrechnung auszukommen, zu suchen,
Denn in den einfachen Verhältnissen der geschlossenen Hauswirtschaft
kann man den ganzen Wer vom Beginn des Produktionsprozesses bis zu seiner