Object : Der Weg zum Sozialismus

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daß  er  darin  wirklich  das  höchste  Tempo  erreicht  habe.
Zwei  Hindernisse  bestehen  vor  allem  unter  seiner  Herrschaft.
Nur  die  Erfindungen  werden  ausgenutzt,  die  Lohn  ersparen.
In  der  sozialistischen  Gesellschaft  aber  bringen  alle  Erfindungen ­
  Nutzen,  die  Arbeitskraft  sparen.  Das  Feld  ist  also
bedeutend  weiter.  Die  Erfindertätigkeit  wird  im  Kapitalismus
entmutigt,  weil  der  Erfinder,  sei  er  spekulativer  Laie,  sei  er
Techniker  oder  Arbeiter,  vom  Kapitalisten  in  der  Regel  geprellt ­
  wird.  Der  Arbeiter  aber,  dem  die  technischen  Ideen
bei  der  Arbeit  selbst  kommen,  kann  sie  nicht  verwerten,  weil
ihm  die  Möglichkeit  fehlt,  .sie  wissenschaftlich  zu  bearbeiten.
Was  da  jetzt  an  Anregungen  verloren  geht,  muß  gesammelt
werden.  Mancherlei  Mittel  sind  dazu  gegeben.  Versuchswerkstätten, ­
  unter  Leitung  von  Wissenschaftlern,  sind  allenthalben
einzurichten,  in  denen  f  vorzugsweise  Arbeiter  mit  technischen
Ideen  untergebracht  werden  müssen.  Für  solche  begabte  Arbeiter ­
  sind  technische  Kurse  eipzurichten,  Studienreisen  im
In-  und  Auslande  sind  ihnen  zu  bewilligen,  das  wird  gerade
den  besten  Köpfen  die  Arbeitsfreudigkoit  wiedergeben.
i  •  v
Arbeitsteilung  und  Arbeitswechsel.
Vor  allem  muß  der  Arbeiter  aus  dem  tötenden  Einerlei
der  Spezialarbeit  heraus.  Nicht  daß  wir  auf  die  Arbeitsteilung, ­
  die  überhaupt  erst  den  gewaltigen  technischen  Fortschritt ­
  möglich  gemacht  hat,  verzichten  wollten.  Im  Gegenteil, ­
  die  Arbeitsteilung  soll  gefördert  werden.  Aber  es  ist  ein
Unsinn,  zu  glauben,  der  Arbeiter  würde  für  eine  bestimmte
Arbeit  geschickter,  wenn  er  immer  nur  sie  und  keine  andere
verrichtet.  Es  ist  ein  Unsinn,  einen  Arbeiter  jahrelang  an
derselben  Stanze  denselben  Handgriff  machen  zu  lassen.
Mögen  seine  Glieder  auch  automatisch  denselben  Handgriff
tun,  er  wird  geistig  abgestumpft,  und  mit  der  Arbeit  verödet
sein  ganzes  Dasein.  Die  Arbeitsleistung  selber  aber  wird
nicht  gefördert.  Vielmehr  ist  es  notwendig,  daß  die  Arbeiter
beständig  in  ihren  Spezial  Verrichtungen  wechseln.  Gerade  die
Kriegswirtschaft  hat  die  Ueberschätzung  eingelernter,  emge*
fuchster  Arbeit  offenbart.  Wie  schnell  haben  sich  ungelernte
und  besonders  auch  weibliche  Arbeitskräfte  während  des
Krieges  hochentwickelten  Arbeitsmethoden  angepaßt.  Durch
den  beständigen  Wechsel  in  den  besonderen  Aufgaben  des
Arbeiters,  werden  Kopf  und  Körper  des  Arbeiters  frisch  erhalten ­
  und  allseitig  ausgebildet.  Es  wächst  das  Interesse  an
der  Arbeit.  Es  regt  zu  immer  neuem  Schaffen  an.  Es  steigert ­
  die  Leistungsfähigkeit  des  Einzelnen  und  gibt  seinem
Leben  einen  wirklichen  Inhalt.
            
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