Object : Ferdinand Lassalle

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und  dritten  Weltperiode  angebrochen,  die  durch  da«  von
ihr  proklamierte  allgemeine  gleiche  Wahlrecht  jedem
ohne  alle  Rücksicht  auf  irgendwelche  Besitzverhältnisse
einen  gleichmäßigen  Anteil  an  der  Herrschaft  über  den
Staat,  an  der  Bestimmung  de«  Staatswillens  und  de«
Staatszweckes  sichert  und  somit  die  weder  an  die  Be«
dingung  des  Grundbesitzes  noch  des  Kapitalbesitzes  gebundene ­
  freie  Arbeit  als  das  herrschende  Prinzip  der
Gesellschaft  einsetzt.
Ich  entwickle  nun  den  Unterschied  in  der  sittlichen  Idee
der  Bourgeoisie  und  der  sittlichen  Idee  des  Arbeiterstandes ­
  und  ferner  den  sich  hieraus  wieder  ergebenden
Unterschied  in  der  Auffassung  des  Staatszweckes  in
beiden  Klassen.  Wenn  die  Adelsidee  die  Geltung  de«
Individuums  an  eine  bestimmte  natürliche  Abstammung
und  gesellschaftliche  Lage  band,  so  ist  es  die  sittliche  Idee
der  Bourgeoisie,  daß  jede  solche  rechtliche'  Beschränkung
ein  Unrecht  sei,  das  Individuum  vielmehr  gelten  müsse
rein  als  solches,  und  ihm  nichts  anderes  als  die  ungehinderte ­
  Selbstbetätigung  seiner  Kräfte  als  einzelner  zu  garantieren ­
  sei.  Wären  wir  nun,  sage  ich,  alle  von  Natur  gleich
reich,  gleich  gescheit,  gleich  gebildet,  so  möchte  diese  sittliche ­
  Idee  eine  ausreichende  sein.  Da  aber  diese  Gleichheit ­
  nicht  stattfinde  noch  stattfinden  könne,  da  wir  nicht
als  Individuen  schlechtweg,  sondern  mit  bestimmten
Unterschieden  des  Besitzes  und  der  Anlagen  in  die  Welt
treten,  die  dann  auch  wieder  entscheidend  werden  über
die  Unterschiede  der  Bildung,  so  sei  diese  sittliche  Idee
noch  keine  ausreichende.  Denn  wäre  nun  dennoch  in
der  Gesellschaft  nichts  zu  garantieren  als  die  ungehinderte
Selbstbetätigung  des  Individuums,  so  müsse  da«  in
            
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