Full text : Die Kaufkraft des Geldes

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X.  Kapitel.

Unter  den  Posten,  für  die  Engrospreise  nicht  besonders  typisch  sind,  befinden
sich  Transaktionen  in  Wertpapieren  (spekulativer  und  anderer  Art),  Eisenbahn- ­
  und  Transportgebühren  sowie  Versicherungsprämien.  In  letzter  Zeit
sind  die  Preise  von  Aktien  schneller  gestiegen  als  die  Engrospreise,  während
die  Transport-  und  die  Versicherungsgebühren  nicht  so  rasch  in  die  Höhe
gingen.  Die  von  Kemmerer  und  mir  selbst  (in  Kapitel  XII)  angestellten
Versuche,  die  Durchschnittsengrospreise  und  die  Preise  der  Aktien  sowie  der
Löhne  zu  verbinden,  ergeben  Resultate,  die  nur  wenig  von  den  auf  Engrospreise ­
  gegründeten  abweichen.  Vom  praktischen  Standpunkt  sind  die
Warenengrospreise  die  einzigen  bis  jetzt  hinreichend  als  typisch  zu  betrachtenden ­
  Preise,  und  der  Gebrauch  der  Güter  zu  diesen  Preisen  ist  während
einer  längeren  Zeitperiode  allein  genügend  konstant,  um  ihre  Verwendung
für  die  Gewinnung  der  Indexnummer  zweckdienlich  erscheinen  zu  lassen.
Wir  dürfen  nicht  nur  annehmen,  daß  die  Engrospreise  ungefähr  alle
Preise  repräsentieren,  sondern  wir  dürfen  auch  und  das  mit  größerer  Zuversicht, ­
  unsere  Statistik  für  Engrospreise  auf  eine  verhältnismäßig  kleine  Anzahl ­
  beschränken.  Edgeworth  und  andere  haben  sowohl  praktisch  wie
theoretisch  bewiesen,  daß  eine  große  Anzahl  von  Artikeln  nutzlos  ist  und
sogar  nachteilig  sein  kann.  Die  von  „The  Economist“  angewandten  22
Warengattungen  gewähren  eine  Indexnummer  von  großem  Werte;  jene  45
von  Sauerbeck  haben  uns  einen  wertvollen  Maßstab  geliefert,  und  die  im
Aldrich  Report  benutzten  200  und  mehr  Warengattungen,  sowie  die  Bulletins
des  Arbeitsamtes  der  Vereinigten  Staaten  sind  sicher  zahlreich  genug,
wenn  nicht  allzu  zahlreich,  um  eine  ganz  genaue  Preisindexnummer  zu  geben.
Die  seitens  des  „Committee  of  the  British  Association  for  the  Advancement
  of  Science“  gemachten  Vorschläge  gingen  dahin,  daß  die  Indexnummer
sechs  Gruppen  umfassen  solle,  die  siebenundzwanzig  Klassen  von  Artikeln
enthalten,  und  daß  die  Preise  in  abgerundeten  Zahlen,  die  annähernd  den
relativen  Aufwand  eines  Gemeinwesens  an  diesen  Gegenständen  repräsentieren, ­
  gewogen  werden  sollten.  Die  Gruppen  und  die  Klassen  sowie  deren

Bewertung  waren  die  folgenden x ):
Brot-  und  Hülsenfrüchte  (Weizen  5,  Gerste  5,  Hafer  5,  Kartoffeln,  Reis  usw.  5)  20
Fleisch-  und  Molkereiwaren  (Fleisch  10,  Fisch  2*/ 2 ,  Käse,  Butter,  Milch  7*4)  20
Genußmittel  (Zucker  2*4,  Tee  2*4,  Bier  9,  Spirituosen  2*/ 2 ,  Wein  1,  Tabak  2*4)  ....  20
Kleidung  (Baumwolle  2*4,  Wolle  2*/ 2 ,  Seide  2*/ 2 ,  Leder  2*/ 2 )  10
Mineralien  (Kohle  10,  Eisen  5,  Kupfer  2*4,  Blei,  Zink,  Zinn  usw.  2%)  20
Verschiedene  Waren  (Bauholz  3,  Petroleum  1,  Indigo  1,  Flachs  und  Leinsamen  3,
Palmöl  1,  Kautschuk  1)  10

*)  Siehe  den  Report  des  Komitees  im  Report  of  the  British  Association  for  the  Advancement
  of  Science  für  das  Jahr  1888,  S.  186.
            
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