Die Gruppe der Ingenieure in der liberalen Schule
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wirtschaftlichen Erscheinungen gliedern sich irgendwie der Pro
duktion und dem Umlauf der Güter an. Es gibt fünf große
Kategorien der Produktion und des Umlaufs, nämlich : drei Pro
duktionsagenten, Natur, Arbeit und Kapital, und zwei Einrich
tungen, welche deren Zusammenwirken und den Austausch ihrer
Produkte sichern, nämlich die Unternehmung und der Handel.
Praktisch geht das Agens Natur in dem Agens Kapital auf, und
die Unternehmungen gehören der Volkswirtschaftslehre nur durch
ihre kommerzielle Seite an. Daher: Band II: Arbeit und Arbeiter
fragen, Band III : Eigentum an Grund und Boden, Kapital und
immateriellen Gütern, Band IV : Fragen des Handels (inklusive
Geld-, Bank- und Börsenwesen). Ein fünfter Band behandelt
ferner die Finanzwissenschaft und ein sechster die Transport-
unternehmungen, insbesondere Eisenbahnen. Die Behandlung
der von Colson im 2. Teile (Band II—IV) erörterten Fragen
ist, was er nicht zugibt, in Wirklichkeit dazu degradiert, scharf
sinnig ausgewähltes Tatsachenmaterial, statistisches und solches
der Einzelbeobachtung zur induktiven Bestätigung der klassi
schen Theorien des ersten Bandes beizubringen.
Colsons Lehrbuch der Nationalökonomie hat den Vorzug
großer Durchsichtigkeit. Dennoch dürfte es „ein Haus ohne
Fenster“ bleiben, wie Professor Gide es genannt hat. Colson
haßt nämlich jeglichen Quellennachweis ; aber der kundige
Leser wird bald erkannt haben, daß er in ausgiebigem Maße in
den Lehrbüchern von Marshall und Paid Leroy-Beaulieu ge
schöpft hat.
Von Marshall kommt zunächst die Art der Anwendung*
der Mathematik in der Wert- und Preistheorie. Colson will
nämlich nicht, wie Cournot und Walras, und wie es übrigens
Marshall im Anschluß an devons mitunter auch tut, die
wirtschaftlichen Erscheinungen der Wert- und Preisbildung durch
das Mittel des mathematischen Kalküls in ihren möglichen
Variationen verfolgen. Er hält diese Erscheinungen für zu viel
gestaltig und verwickelt, als daß sie in ein System algebraischer
Gleichungen gebracht werden könnten. Dagegen will er ledig
lich, wie Marshall gewöhnlich tut, durch bestimmte konkrete
Beispiele geometrischer Figuration die Preisgesetze veranschau
lichen. Damit kommt er den Denkdispositionen seiner mathe
matisch vorgebildeten Hörer entgegen.