Full text: Die Kaufkraft des Geldes

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XII. Kapitel. 
nummern für Engrospreise gegründet und diesen sehr ähnlich. Die Stati 
stiken für das Handelsvolumen sind samt und sonders neu konstruiert 
worden und differieren einigermaßen von den durch Kemmerer aufge 
stellten Statistiken, die ihre einzigen Vorläufer sind. Die Statistiken für die 
dem Scheckverkehr unterworfenen Depositen ((?') werden hier zum ersten 
mal veröffentlicht. Die Statistiken der Umlaufsgeschwindigkeit der 
Bankdepositen (£/') sind, mit Ausnahme der über die Tätigkeit von Bank 
abrechnungen in europäischen Banken, die ersten ihrer Art. Und schließ 
lich sind die Statistiken der Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes (U) in 
ihrer Art neu. 
Mit diesem Zahlenmaterial sind wir in der Lage, uns ein ziemlich korrektes 
statistisches Bild des Zirkulationssystems in den Vereinigten Staaten zu 
machen. Den Aufzeichnungen vom Jahre 1909 gemäß beträgt das in tat 
sächlichem Umlauf befindliche Geld (0) 1,6 Milliarden Dollar oder $ 18 
pro Kopf der Bevölkerung (bedeutend weniger als die für den Umlauf mit 
$ 35 gegebene amtliche Zahl); die Umlaufsgeschwindigkeit des Geldes (17) 
beträgt einundzwanzigmal per Jahr. Die Depositenumlaufsmittel ((?') be 
tragen 6,7 Milliarden oder $ 74 per Kopf, d. h. den vierfachen Betrag des 
Geldes; die Umlaufsgeschwindigkeit dieser Depositen beträgt dreiundfünfzig - 
inal per Jahr, d. h. das Zweieinhalbfache der des Geldes. Der Gesamt 
umlauf des Geldes oder die damit erledigten Zahlungen (Gü) belaufen sich 
auf 34 Milliarden per Jahr. Der Umlauf der dem Scheckverkehr unter 
worfenen Depositen oder der durch Scheck vorgenommenen Zahlungen 
('G'U') beläuft sich auf 353 Milliarden, d. h. zehnmal mehr oder nahezu 
eine Milliarde pro Tag. Die zu gegenwärtigen Preisen durch geführten Ge 
schäfte (Gü + G'U' oder PH) ergeben somit die enorme Gesamtsumme von 
387 Milliarden oder mehr als eine Milliarde pro Tag. Die Höhe dieses Aggre 
gates wird sicherlich viele Leser in Erstaunen setzen. Durch den Mangel 
an tatsächlichen Statistiken haben wir uns von der kolossalen Ausdehnung 
unseres Handels kaum eine Vorstellung machen können. Außer den Stati 
stikern haben wohl wenige Personen daran gedacht, daß unser Import- und 
Exporthandel, die in unseren politischen Wahnbildern einen so großen Raum 
einnehmen, im Vergleich zu dem Innenhandel zur äußersten Bedeutungs 
losigkeit herabsinken. Der gesamte Export und Import beläuft sich nur 
auf armselige 3 Milliarden im Vergleich zu dem gesamten nationalen Handel 
von 387 Milliarden. 
Wir sind nun in der Lage, die ganze in der letzten Tabelle gegebene 
Zahlengruppe durch eine mechanische Illustration, v r ie solche bereits in 
früheren Kapiteln zur Anwendung kamen, zur Darstellung zu bringen.
	        
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