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Anhang zum VIII. Kapitel.
Verfügung gehaltenen Gelde schneller aus. Obwohl der von den Reichen
zur Verfügung gehaltene Geldbetrag absolut größer ist als derjenige der
Armen, so ist er doch relativ zu den Ausgaben geringer.
Dieses Gesetz zunehmender Geschwindigkeit bei zunehmenden Aus
gaben stimmt mit der allgemeinen Tatsache überein, daß, je größer der
Umfang eines Geschäftsbetriebes ist, eine desto größere Ersparnis erzielt
wird. Kleine Kaufläden müssen im Verhältnis zu ihrem Geschäftsumfange
ein größeres Warenlager führen, als große Läden. Ebenso haben kleine
Banken im Verhältnis zu ihrem Geschäftsumsatz größere Reserven zu halten.
Edgeworth hat die Tatsache mathematisch bewiesen, daß, je größer die
Bank ist, desto kleiner im Verhältnis die nötigen Reserven zu sein brauchen.
Es ist daher nicht befremdlich, daß der kleine Käufer es für richtig hält,
einen verhältnismäßig größeren Geldvorrat bei sich zu führen als der große
Käufer.
Das Material ist zu dürftig, um ein genaues quantitatives Verhältnis
zwischen Geschwindigkeit und Ausgabe festzusetzen. Es beweist, daß mit
der Erhöhung der Ausgaben die Geschwindigkeit zunimmt. Darüber hinaus
können wir aber nichts Sicheres feststellen. Die Tatsachen scheinen jedoch
zu dem Schlüsse zu führen, daß die Geschwindigkeit in einem geringeren
Verhältnis zunimmt als die Ausgaben.
§ 2 (zum VIII. Kapitel, § 8).
Gegenüberstellung von vier Warengattungen.
Wir nehmen hierzu vier Arten von Waren und wählen der Bequem
lichkeit wegen Wein, Zucker, Rindfleisch und Salz. Setzen wir nun den
Fall, daß eine Herabsetzung des Preises der vier Waren auf den Verkauf
jeder einzelnen eine verschiedene Wirkung hat. Demgemäß werden wir
als Folge einer Reduzierung des Preises der vier Waren vier mögliche Wir
kungen auf das allgemeine Preisniveau feststellen können.
Erstens Wein. Dieser wird als eine Ware solcher Natur betrachtet,
daß eine Herabsetzung seines Preises von einer mehr als proportionalen
Zunahme im Verkaufe begleitet sein wird. Der Gesamtbetrag des für Wein
ausgegebenen Geldes wird sich sonach erhöhen. Dies läßt einen geringeren
Betrag zum Einkauf der anderen Waren übrig. Infolgedessen müssen auch
die Preise der anderen Waren, wie der des Weines selbst, fallen.
Als nächstes folgt Zucker. Dieser ist eine Ware, von der angenommen
wird, daß ein Sinken des Zuckerpreises eine genau proportionale Zunahme