Full text : Die Kaufkraft des Geldes

Beziehungen  der  Kaufkraft  des  Geldes  zur  Verkehrsgleichung.

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$  30,000,000  Wert  des  Tuches.  Die  Verkehrsgleichung  (man  beachte,  daß
die  Geldseite  aus  zwanzigmal  ausgewechselten  $  5,000,000  bestand)  ist
daher  die  folgende:
$  6,000,000  x  20  mal  per  Jahr
=  200,000,000  Laibe  x  $  0,10  per  Laib,
+  10,000,000  Tonnen  x  $  6,00  per  Tonne,
+  30,000,000  Meter  x  $  1,00  per  Meter.
Diese  Gleichung  enthält  auf  der  Geldseite  zwei  Größen,  nämlich:  1.  die
Geldmenge  und  2.  ihre  Umlaufsgeschwindigkeit.  Auf  der  Güterseite  befinden
sich  zwei  Gruppen  von  Größen  in  zwei  Kolonnen,  nämlich:  1.  die  Mengen
der  ausgetauschten  Güter  (Laibe,  Tonnen,  Meter)  und  2.  die  Preise  dieser
Güter.  Die  Gleichung  zeigt,  daß  diese  vier  Gruppen  von  Größen  sich  in
wechselseitiger  Abhängigkeit  befinden.  Um  diese  Gleichung  zu  befriedigen,
müssen  die  Preise  eine  Funktion  der  drei  anderen  Größengruppen  —  Geldquantität, ­
  Umlaufsgeschwindigkeit  und  ausgetauschte  Güterquantitäten  —
bilden.  Im  großen  ganzen  müssen  diese  Preise  infolgedessen  im  Verhältnis
mit  der  Geldquantität  und  mit  ihrer  Umlaufsgeschwindigkeit  sowie  umgekehrt ­
  mit  den  Quantitäten  der  ausgetauschten  Güter  variieren.
Nehmen  wir  zum  Beispiel  an,  daß  die  Geldmenge  verdoppelt  wird,
während  ihre  Umlaufsgeschwindigkeit  und  die  Quantitäten  der  ausgewechselten ­
  Güter  dieselben  blieben;  dann  würde  es  für  die  Preise  ganz  unmöglich
sein,  unverändert  zu  bleiben.  Die  Geldseite  wäre  dann  $  10,000,000  x
20  mal  per  Jahr,  gleich  $  200,000,000,  wohingegen,  wenn  die  Preise  sich
nicht  veränderten,  die  Güter  $  100,000,000  blieben  und  die  Gleichung  unmöglich ­
  würde.  Da  individuelle  und  kollektive  Austausche  stets  ein  äquivalentes ­
  quid  pro  quo  bedeuten,  müssen  die  zwei  Seiten  gleich  sein.  Nicht
nur  Einkäufe  und  Verkäufe  müssen  den  gleichen  Betrag  aufweisen  —  da
ja  notwendigerweise  jeder  durch  eine  Person  gekaufte  Artikel  von  einer
anderen  verkauft  worden  ist  —  sondern  auch  der  Gesamtwert  der  Güter
muß  dem  Gesamtbeträge  des  ausgetauschten  Geldes  gleich  sein.  Unter  den
gegebenen  Umständen  müssen  sich  die  Preise  daher  dermaßen  verändern,
daß  die  Güterseite  von  $  100,000,000  auf  $  200,000,000  erhöht  ward.  Diese
Verdoppelung  kann  durch  eine  gleiche  oder  ungleiche  Preissteigerung  vollführt ­
  werden,  aber  irgendeine  Art  Preiserhöhung  muß  stattfinden.  Wenn
die  Preise  gleichmäßig  steigen,  so  werden  sie  sich  offenbar  allesamt  verdoppeln, ­
  so  daß  die  Gleichung  wie  folgt  lautet:
$  10,000,000  x  20  mal  per  Jahr
=  200,000,000  Brotlaibe  x  $  0,20  per  Laib,
+  10,000,000  Tonnen  x  $  10,00  per  Tonne,
+  30,000,000  Meter  x  $  2,00  per  Meter.
            
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