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Wertstabilisierung des Dollars.
Wenn ich dieses Buch noch einmal zu schreiben hätte, würde ich Mit
chells vollkommeneren Methoden und Resultaten folgen. Wollte ich dies
jetzt tun, so müßten wegen einer sehr geringen Nettoänderung in den End
ergebnissen eine große Anzahl Druckplatten abgeändert werden. Ich be
gnüge mich daher hier mit einer Tabelle über Mitchells Zahlen, denen zwei
Kolonnen angegliedert wurden, aus welchen hervorgeht, um wieviel meine
Zahlen größer oder kleiner sind.
Anhang zur zweiten (amerikanischen) Auflage über die
„Wertstabilisierung des Dollars“.
Seit Veröffentlichung dieses Buches ist der im XIII. Kapitel (S. 278 bis
284) entworfene Plan einer Stabilisierung des Preisniveaus (und folglich der
Kaufkraft des Geldes) in Verbindung mit der Golddevisenwährung ausführ
licher und populärer auseinandergesetzt worden. (Siehe z. B. den Bericht des
Internationalen Kongresses der Handelskammern am 26. September 1912,
die Artikel in der „New York Times“ vom 22. Dezember 1912, im „British
Economic Journal 11 vom Dezember 1912 undim „Independent“ vom 2. Januar
1913. Die vollständigste Darlegung wurde in „The Quarterly Journal of
Economics“ im Februar 1913 veröffentlicht.) Der Verfasser des vorhegenden
Buches gedenkt in kurzer Zeit ein weiteres, diesem speziellen Gegenstände
gewidmetes Buch herauszugeben.
Nachstehende Angaben sind meiner vor der „American Economic Asso
ciation“ im Dezember 1912 in Boston gehaltenen Ansprache entnommen, die
im März 1913 im American Economic Review Supplement in Druck erschien:
Kurz zusammengefaßt bezweckt der Plan die Einführung eines zu
sammengesetzten Einheitsmaßes, in dem die Einheit „eine zusammengesetzte
Tonne“ oder „ein zusammengesetztes Frachtstück“ vieler Hauptprodukte
ist, wobei ein solches Handelsmaß nicht etwa als solches, sondern als sein
Äquivalent in Barrengold verwendet wird. Dem Wesen nach würde diese
Währung einfach das Gewicht des Goldes im Dollar oder besser, das Gewicht
des Goldes hinter dem Rücken des Dollars verändern. Es wird der Zweck
verfolgt, die Verluste in der Kaufkraft eines jeden Granes Gold durch die
dem DoUar hinzugefügte Goldmenge zu ersetzen.
Auf Grund der Theorie und der Tatsachen können wir das Prinzip als
gesund annehmen, daß, je leichter der Golddollar, um so geringer dessen