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Schnitzer.
2) Zum andern wan * ein umbstendere Urlaub nimpt und
sich wider zuschicken lassen, der sali wider umbschicken auff ^
sontagk oder soll die gantze woche feiren bis wider zum sontage,
die öertgesellen aber sollen des umbstenders vorigen meister
fragen, ob der geselle auch mit willen von ihm geschehen s
oder nicht.
3) Zum dritten wan sie den gesellen ins meisters haus
soll es geschehen, ehe unnd bevor die klocke sechse au ^
abendt geschlagen, ist bey der gesellen straffe, unnd wan der g
selle ins meisters hausz gebracht ist, soll der meister 20 sch.
oder funff kanne hier schuldigk sein aufzulegen unnd etwas ^
truncke darzu, darmit soll das klar sein.
4) Zum vierten soll sich keiner zu den öertgesellen, wan
einen gesellen den meistern zubringen, gesellen und also
des meisters haus sich einstecken, besondern es soll allein bei
dreien personen bleiben bei poen einer marck den gesel
straffe in die lade.
5) Zum funfften soll kein öertgesell sein, der ein landtskne
oder ein kriegsman ist, bei der gesellen strafe. ^
6) Zum sechsten so ein feiertagk einfeit in der woche,
der geselle machte einen montagk darzu, so wird ihm der feier *
sampt dem montag an seinem wochenlohn abgebrochen.
7) Zum siebenden soll ein gesell zu rechter zeit des
zu funff Uhren an des meisters arbeit gehen unnd zu sechs a
auff den abendt feirabendt machen unnd nach Sechsen " ¿n
arbeit machen, aber was alte arbeit, daran er drinckgeldt
mochte, soll ihm mit des meisters wissen unnd willen gegont • ^
8) Zum achten wan ein geselle muthwilligk in der wochc^'^^^^^
stünde unnd einen tagk feyrte, der sali den gesellen eine
marck zur straffe verfallen sein in die lade.
9) Zum neunden sollen die gesellen ihre ladenschlussel
ausserhalb der Stadt in anderer herrn jurisdiction oder her «g
bringen bei straffe eins wochenlohns.
10) Zum zehenden sollen die gesellen schuldigk sein
vierzehen tage, wan sie anfengklich zum meister bracht
redlich ausarbeiten, unnd so ein geselle (were, der ») mher a s
1 Von anderer Hand.