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nicht nachweisen ließen. Es handelte sich um eine kleine Lungenpestepidemie
bei der Kinkaseki-Goldmine in der Nähe von Kilung, wo
sechs Fälle hintereinander vorkamen, und um eine Lungenpestepidemie
in den Dörfern Kaköshö und Shüsuishö im Distrikt Shöka
(12 Fälle). Da bekanntlich Lungenpest sehr leicht von Mensch zu
Mensch übertragbar ist, so ist der negative Befund bei der Rattenuntersuchung
von vornherein als ganz natürlich anzusehen. Bei der
letztgenannten Epidemie konnte man überdies tatsächlich nachweisen,
daß der erste Kranke sich seine Krankheit aus einer verseuchten
Stadt geholt und sie dann auf seine Mitmenschen übertragen
hatte. Im allgemeinen geht jedoch die Menschenpest mit der
Rattenpest Hand in Hand (Tab. IV und V).
Das ziffernmäßige Verhältnis zwischen Ratten- und Menschenpest
war nach den Erhebungen in Taihoku, wo das Verhältnis am
deutlichsten hervortrat, das folgende. Sobald die Anzahl der als
pestkrank festgestellten Ratten in einem Monate 0,01% aller untersuchten
Ratten betrug, kamen vereinzelte Fälle auch unter den
Menschen vor; bei 0,5% Pestfällen unter den Ratten war die menschliche
Quote etwa 50 und bei 1,0% oder mehr 100—200. Das Maximum
der in einem Monate in Taihoku aufgetretenen Pesterkrankungen
wurde im Juni 1902 mit 221 Erkrankungen bei 1,°6% Pestratten
erreicht. Der Prozentsatz der Pestratten stieg im Mai 1907 auf 2,64 % ;
in diesem Monate zählte man 187 Pestfälle. Auf jeden Pestkranken
kamen durchschnittlich 0,73 (1902), 1,09 (1903), 0,71 (1904), 0,54
(1905), 0,46 (1906) und 0,17 (1907) Pestratten. Diese Ziffern heben
sich von denen, die man in Osaka und Köbe festgestellt hat, sehr
ungünstig ab. Dies erklärt sich dadurch, daß die Formosachinesen
in ihrem hygienischen Wissen und Können weit hinter den Bewohnern
des Mutterlandes zurück sind. 1 )
b es entfielen Pestratten auf einen Pestkranken in Osaka: 0,7 (1899),
0,8 (1900), 4,2 (1905), 12,8 (1906), 5,9 (1907), 52,1 (1908), 9,2 (1909), 10,0
(Januar bis April 1910); in Köbe: 1,8 (1899), 0,21 (1900), 6,5 (1905), 36,0
(1906), 208,5 (1907), 17,3 (1908), 11,7 (1909), 84,0 (Januar bis April 1910)