114
Die Gütertarife.
dagegen V2 Pfennig pro Centner und Meile—im ersten
Vermiethung
der Güter
wagen.
Falle
für eine volle Wagenladung G Pfennige, im andern 1 Mai’l'
pro Meile*) beträgt. Will man aus anderen Moti^e^j
den Satz für offene Wagen und damit den Tafl
überhaupt so bedeutend ermässigen, so ist das
etwas Anderes, worüber man sich klar werden iniiss-
aber es ist gewiss rathsam, auch dann möglich®*'
gute und sichere Transportweise voranzustePc^'
auch dann, wie es die Engländer thun, von
Grundprincip auszugehen, dass jedes Gut so zu
fördern ist, wie seine Natur zum Schutz gegen
Schädigungen verlangt, und es nach Lage des Eisc’^'
bahntransportsgeschäfts vernünftiger Weise 6^'
schehen kann. D. h. es ist auch dann die Wahl des VßP
senders zwischen offenen und bedeckten Wagen, überhaup
die tarifarische Unterscheidung derselben zu beseitigen.
geringe Differenz der Selbstkosten kann dies um so
hindern, als noch viel grössere solche Differenzen überall im
unberücksichtigt bleiben —auch beim Wagenraumsysfc’'’'
Die englischen Tarife sind lediglich Artikel-Gewid^®'
tarife. Ein Vermiethen der Güterwagen in der Weise, d^®
gegen einen bestimmten Fuhrlohn dem Versender frei blißh^
was und wie viel er hinein laden will, findet nicht statt*
nachlässiger behandelt werden, endlich ihre Controllirung, p-
Zurücksendung u s. w. das ohnehin schon so verwickelte EisßU^^.p
transportgeschäft nnr noch mehr coinplicirt, so liegt darin positi'^ ® ,
Erschwerung und Vertheuerung, ähnlich wie bei den Piivatwagen p
S. 116. Bei dem im Verhältuiss zum Gesammtanlagecapital p
gelingen Werth der Decken ist es deshalb gewiss öconomischer,
die Eisenbahnen sie, zur Vermeidung jener Uebelstände, selbst beschä*
In England ist dies denn auch ausschliesslich der Fall, und
ragende englische Eisenbahnmänner betonten mir gegenüber ausdrüß
die eben angeführten Erwägungen in ganz gleicher Weise. ,
) Der durchschnittliche Mehrbetrag der englisehen Wageu®®*® j
für einen bedeckten Wagen gegen einen offenen ist nur zwischßO
^ deutsche Meile; vergl. Cap. VI. a. a. 0
) S. 49 der Motive des bereits S. 25 citirten ersten Entwurf
deutschen Reichseisenbahngesetzes wird dies zwar ebenso angßt^