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an der Weichsel gelegenen und der Wladikaukasuseisenbahnen
(560 Werst) gleich derjenigen der Perm-Samara-Slatoust-, St. Peters
burg-Warschauer und Süd-West-Eisenbahnen (588 Werst) angesetzt.
Des weiteren ist zu bemerken, daß für die erwähnten Ausgaben
der Lokalbahnen wir keine besondere Rubrik gebildet haben, und
berechneten sie im Verhältnis der Ausgaben der Normalbahnen.
Nach solcher Berechnung stellten sich die Ausgaben für Instand
haltung und Reparatur der Eisenbahnen auf 138688000 Rubel
heraus. Der Reinertrag gleicht also 317055000 Rubel.
Die Handelsschiffahrt zerfällt in Fluß- und Seeschiffahrt. Nach
den Angaben des »Jahrbuches des Finanzministeriums für 1903«
kursierten auf den Flüssen der 50 Gouvernements (mit Ausnahme
der Weichsel- und einer Hälfte der Njemanschiffahrt):
Schiffe 25366
Tragfähigkeit .... 685034000 Pud
Herstellungskosten . . 191285000 Rubel
Besatzung 40280 Personen.
Nach den »Berichten betreffend die inneren Wasser- und
Chauseestraßen im Jahre 1900« wurden im letzten Jahre auf
Schiffen 1206 133000 Pud transportiert, indem jedes Pud im Durch
schnitt eine Strecke von 844 Werst ablegte.
Ueber den Personenverkehr fehlen jedwede Angaben. An
gesichts des Mangels an Daten, die die Bruttoeinnahmen und Aus
gaben der Flußschiffe betreffen, kann man den Reinertrag der
Flußschiffahrt nur indirekt bestimmen. Nehmen wir den Durch
schnittsverdienst eines Reeders gleich 20°/o an, was eher mehr als
weniger bedeuten würde, denjenigen eines Angestellten gleich dem
jenigen eines Fabrikarbeiters (entsprechend den Angaben von
W. E. Warsar für das Jahr 1900 — 215,59 Rubel) und die Navi
gationsperiode im Durchschnitte etwa 8 Monate, so ist auch diese
Ziffer als allzu groß anzusehen. Wir erhalten dann:
Einnahme der Reeder .... 38257000 Rubel
Arbeitslohn der Besatzung . . . 8684000 »
Zusammen 46941000 Rubel
Was die Seeschiffahrt anbelangt, so war laut Angaben des
»Jahrbuches des Finanzministeriums für das Jahr 1903« die Zahl
der Registertonnen der in die russischen Häfen (im Jahre 1900)
eingelaufenen Schiffe: