Full text: Über die Bedingungen der industriellen Entwicklung Russlands

oder i2,3°/o im Verhältnis zum Umsatz. Wenn wir die Rentabilität 
aus diesen Betrieben mit 20 °/o ansetzen, erhalten wir eine Brutto 
einnahme von 45548000 Rubel. Diese Ziffer ist ebenso größer 
als die wirkliche und zwar aus denselben Ursachen. 
Das Branntweinmonopol beschäftigte im Jahre 1900: 
Angestellte in den Akziseverwaltungen ... 328 Personen 
» » » Depots 2646 » 
Verkäufer 15 711 » 
Arbeiter 16214 » 
Zusammen 34899 Personen 
Wenn wir die von jedem Angestellten erzielte Einnahme auf 
402,3 Rubel ansetzen, erhalten wir ein Gesamteinkommen von 
14040000 Rubel. 
Somit werfen ab: 
Warenhandel 502298000 Rubel 
Wirts- und Gasthäuser. . . . 45548000 » 
Branntweinmonopol 14040000 » 
Zusammen 561900000 Rubel 
Das Volkseinkommen der 50 Gouvernements des europäischen 
Rußlands setzte sich somit im Jahre 1900 aus folgenden Bestand 
teilen zusammen: 
Landwirtschaft 2738300000 Rubel 
Forstwirtschaft und Fischerei 325800000 » 
Extrahierende und bearbeitende Industrie . . 1494800000 » 
Transportwesen 531200000 » 
Bauwesen 473100000 » 
Handel 561900000 » 
Zusammen 6125000000 Rubel 1 ) 
‘) In seinem »alleruntertänigsten Memorandum« über den Etat auf das 
Jahr 1897 schrieb S. Witte: »Die sämtlichen Einnahmen aus den landwirt 
schaftlichen Produkten Rußlands übersteigen nicht den Wert von 1 */» Milliarden 
Rubel, während die jährlichen Einnahmen aus unserer Berg- und Fabrikindustrie 
2 Milliarden Rubel übersteigen.« Unseren Berechnungen nach beträgt der 
Wert der Produktion in den 50 europäischen Gouvernements: 
der Landwirtschaft 2738300000 Rubel 
der Berg- und Fabrikindustrie . . . 953400000 » 
Wie kam also Witte zu den unrichtigen Zahlen ? Wahrscheinlich hat er das Land 
wirtschaftseinkommen mit demjenigen aus dem Getreidebau (1458411 000 Rubel) 
identifiziert; als Ertrag der kapitalistischen extrahierenden und bearbeitenden 
Industrie nahm er den Gesamtertrag ohne vorher den Wert der Rohmaterialien, 
der Heizung usw. abzuziehen. Man darf auch nicht außer acht lassen, daß 
unsere Zollpolitik die Preise der industriellen Produkte künstlich erhöht und 
den Preis der landwirtschaftlichen Produkte herabdrückt. Wären die Preise
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.