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er lange mit mir und zeichnete den Umriss von einem
sächsischen Qarofen in meine Schreibtafel.“
Bald arbeitet die Fabrik mit 500 Arbeitern und
fertigt gute Ware, die die Anerkennung des Königs findet:
„Sieht Er, das ist schön“, sagt er zum' Direktor
Grieninger, „und schöner als ichs zu Meissen gesehen
habe; aber ich kanns nicht kaufen, ich habe kein Geld.“
Trotzdem ist Friedrich selbst der bedeutendste Abnehmer,
obwohl für den anderweitigen Absatz alles
mögliche getan wird. Die Kriegs- und Domänenkammern
in den Provinzen mussten Niederlagen errichten;
der Generallotterie wurde auferlegt, jährlich für 6000
Taler anzukaufen, und die Juden waren genötigt, eine
gewisse Menge Porzellan gegen bare Zahlung zu entnehmen,
eine Verpflichtung, die erst 1797 mit 40 000
Talern abgelöst wurde. Auch unter den Nachfolgern des
grossen Königs hat sich die Königliche Manufaktur
besonderer Fürsorge zu erfreuen. Aus einem Immediatbericht
vom Jahre 1793 geht hervor, dass sie eine der
ersten industriellen Anstalten gewesen ist, die die Dampfmaschine
einführte. Auch führt sie berühmte Namen
unter ihren Mitarbeitern; im Jahre 1791 gehörte
Alexander v. Humboldt und der Berliner Chemiker
Klaproth der Farbenkommission an.
So ist die Königliche Porzellanmanufaktur, die
später auf ein zwischen dem Tiergarten und der
Spree gelegenes Gelände übersiedelte, durch ihre hervorragenden
Leistungen für die Entwicklung des Kunstgewerbes
in Preussen von vorbildlicher Bedeutung geworden.
In den letzten Jahrzehnten ist unter staatlicher
Beihilfe durch fortgesetzte Versuche die Technik
des Porzellans auf allen Gebieten vervollkommnet
worden. Ganz besonders aber haben die zu chemischen