Full text : Deutschlands chemische Industrie

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Stahlflaschen,  in  die  man  das  Gas  mit  einem  Druck
von  150  Atmosphären  hineinpresst,  kamen  diesem  Bedürfnis ­
  entgegen.  Zu  grösseren  Transporten  werden
500  Flaschen,  die  2750  cbm  Gas  aufnehmen,  auf  Eisenbahnwagen ­
  montiert;  zur  Füllung  von  einem  Zeppelinballon ­
  sind  jedoch  nicht  weniger  als  acht  solcher  Wagen
erforderlich.  Man  hat  daher  die  Ballonplätze  und  Luftschiffhallen ­
  in  der  Nähe  elektrolytischer  Anlagen  errichtet; ­
  andererseits  aber  sind  inzwischen  andere
Wasserstoffverfahren  aufgekommen,  die  zwar  teureren
Wasserstoff  liefern,  ;äber  unabhängig  von  dem  Orte
dieser  Anlagen  sind,  was  insbesondere  für  den  Kriegsfall ­
  Von  Bedeutung  ist.
Fetthärtung  Der  Luftschiffahrt  sind  bald  andere  Anwendungsgebiete ­
  des  Wasserstoffs  gefolgt.  Seine  stark  reduzierende ­
  Kraft,  namentlich  in  Gegenwart  fein  verteilter
Metalle,  wie  Nickel  und  Palladium,  benutzt  die  Technik,
um  flüssige  Fette,  wie  Fischtrane  und  Pflanzenöle,  in
feste  Fette  zu  verwandeln,  die,  zum  Ersatz  der  Butter
und  zur  Kerzenfabrikation  geeignet,  einen  höheren  Wert
besitzen.  Obwohl  diese  Fetthärtung  eine  ganz  junge
Industrie  ist,  setzt  sie  bereits  sehr  beträchtliche  Werte
um.
Schweissen  In  ausgedehntem  Masse  bedient  sich  neuerdings  die
u.  SchneidenEi sen i n dustrie  des  komprimierten  Wasserstoffs.  Die  Entmit
  stoff Ser "  Wicklung  einer  hohen  Verbrennungstemperatur  bei
seiner  Vereinigung  mit  Sauerstoff  hat  zu  einem  autogenen ­
  SchweissVerfahren  geführt,  das  besonders
dünnwandige  Eisenbleche  ohne  Zuhilfenahme  anderer
Metalle  zusammenzulöten  gestattet,  ein  Verfahren,  das
in  der  Fahrrad-  und  Automobilindustrie  und  überhaupt
in  der  Kleineisenindustrie  ausgedehnte  Verwendung
findet.
            
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