Full text: Die Fabriksparkasse

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Es wurden lierausgenomrnen: 
bei der Verheiratung 95 630,19 dH 
für den Haushalt 112062,54 „ 
während der Militärzeit 17875,99 „ 
bei dringendem Bedarf im Haushalt . . 514473,42 „ 
so daß ein Guthaben verblieb von . . . 208 863,94 „ 
zusammen . . . 1155286,05 dH. 
Der heutige Einlagebestand macht 235 267,10 dH aus. 
Das Verhältnis dieser Zahlen bleibt merkwürdigerweise 
konstant, wenigstens ist seit 1905 eine Veränderung nicht 
ein getreten. 
Wenn man nun die Erage aufwirft, ob denn mit dieser 
Entwicklung der Zweck der Einrichtung, die, wie 
ich zugeben muß, nicht unerhebliche Arbeit verursacht, 
erfüllt wird, so kann man ja bei der Beurteilung der 
Zahlen geteilter Meinung sein, ich möchte die Erage aber 
doch entschieden bejahen; denn die zurückgezogenen Be 
träge haben meines Erachtens zum größten Teile ihre 
Zweckbestimmung gefunden, sie sind für notwendige und, 
soweit wir es beurteilen können, dauernde Anschaffungen 
benutzt worden, die ohne die Spareinrichtung unterblieben 
wären oder nur mit Hilfe der kostspieligen Abzahlungs 
geschäfte oder mit Vorschüssen des Arbeitgebers auf den 
Lohn hätten gemacht werden können. Diese Vorschüsse 
sind nicht nur eine lästige Sache, sondern auch recht übel, 
nieine Firma sucht sie gänzlich auszuschalten. Kann 
einmal eine Hilfe nicht versagt werden, so verweisen wir 
den Arbeiter auf die Spareinrichtung, die das Bedürfnis 
in Verbindung mit dem Wohlfahrtsbureau der Eirma ge 
nauer zu untersuchen hat. 
Dm diesen verschiedenartigen Ansprüchen gerecht zu 
werden, ist die Sparkasse nicht nur Darlehnskasse, sondern 
auch Vorschußkasse; sie eröffnet dem Arbeiter eventuell 
e m Sparkonto mit einem Vorschüsse gegen die Verpflich 
tung, sich einen bestimmten Betrag von der Löhnung ein- 
balten zu lassen. In der Hegel läßt der Arbeiter nicht 
nach, wenn der Vorschuß erledigt ist, und bleibt Sparer. 
Die Beschaffung eines Kohlenvorrats sowie die Ein 
lagerung von Lebensmitteln für den Winter, die Hiick- 
stellung des Mietbetrages und die Abtragung vonDarlehen*) 
*) Die Darlehen zum Eigentumserwerbe werden aus der Rücklage 
der Arbeiter-Pensions-Witwen- und Waisenkasse der Pinna hergegeben.
	        
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