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tionalen Markt ein Wettkampf zwischen annähernd gleich starken Riesenunternehm
ungen mit seinen auf die Dauer verderblichen Folgen bestehen.
Wiederum würde die Parole lauten: Internationale Konkurrenzregulierung
durch Kartelle oder Zusammenschweißung der gleichartigen Trusts zum
Welttrust. Den letzten Weg — eine Zukunftsphantasie — hier weiter zu
verfolgen, hat wenig Wert. Wichtiger ist die Frage, wie weit das Ideal in
einem begrenzten Umfange, etwa innerhalb eines nationalen Wirtschaftsgebietes
durchführbar ist.
Dem horizontalen Trust stehen keine grundsätzlichen Hindernisse entgegen.
Von der Entwicklung und Lage des Marktes, von dem Organisationstalent
der maßgebenden Persönlichkeiten, von der Art der Kreditorganisationen
und der Rechtordnung wird es abhängen, wie weit das Ziel erreicht
wird. Weit größere Schwierigkeit bietet die Durchführung des Trusts,
der auch durch vertikale Kombination auf eigenen Füßen steht. Je länger
der Produktionsweg vom Rohstoff bis zur gebrauchsfertigen Ware, je
größer also die Zahl der Produktionsstufen, je mannigfaltiger die notwendigen
Rohstoffe und je vielseitiger die Endprodukte, desto fraglicher wird
das Gelingen der Riesenorganisation.
Gibt es hier nicht Grenzen, über die hinaus eine Durchführung
der vertikalen Kombination unmöglich wird? Es ist
aufgefallen, daß sich die Maschinenfabriken, Konstruktionswerkstätten,
Schiffswerften, obgleich sie große Mengen Kohlen einerseits und Stahlprodukte
andererseits verbrauchen, nicht die Vorstufen der Erzeugung
angliedern. Produktionstechnische Vorteile, wie sie den Stahlwerken der
vertikale Zusammenschluß bot, sind allerdings nicht zu erwarten. Man hat
zur Erklärung darauf hingewiesen, daß z. B. eine Maschinenfabrik nicht
das ganze Produktenquantum einer Kohlenzeche oder eines Stahlwerkes
verbrauchen könne oder seine Produktion ganz erheblich ausdehnen müsse..
Die Schwierigkeit, die Produktionsgröße der einzelnen Stufen aufeinander
abzupassen, sei also das Hindernis. Dieses Moment fiel bei einem Trust
der Maschinenbauindustrie fort, aber auch für ein Unternehmen von geringeren
Dimensionen als ein Trust wäre die Anpassung kein unüberwindliches
Hindernis, zumal in Deutschland, wo, wie Wiedenfeld betont, die
Maschinenbauindustrie bereits eine ausgeprägte Exportindustrie geworden
ist. Außerdem liegt auch kein Nachteil darin, wenn ein Teil der Vorprodukte
verkauft wird. Unsere großen kombinierten Stahlwerke sind
auch mit einer mehr oder minder großen Menge ihrer Kohlen-, Koks-,
Roheisen- und Rohstahlerzeugung auf den Markt angewiesen. Sie setzen
keineswegs nur Endprodukte ab.
Wiedenfeld glaubt den Grund der geringen Entwicklung vertikaler
Kombinationen in manchen Industriezweigen wie z. B. auch in der Maschi