Full text : Die deutsche Zigarettenindustrie

109

the  scale  towards  document

ISPisP

I

o

CD

>
•Vl

o
00

CD
00

>
00

o
CO

CD
CD

Äußerungen  von  seiten  der  Organisierten  gefallen,  die
nit  jenen  nicht  zusammen  arbeiten  zu  wollen.
■’  Inhaber  betreffenden  Betriebes  dem  Arbeitgeberverbande J )
i  nahm  dieser  sich  in  der  Folge  der  Sache  an  und  ließ
n  alle  bei  seinen  Mitgliedern  beschäftigte  Zigaretten-;
  Aufforderung  ergehen,  bis  zu  einem  näher  bezeichneten
.  Mai)  aus  dem  Tabakarbeiter-Verband  auszutreten.  Falls
cht  täten,  so  würden  sie  an  diesem  Tage  entlassen  bez.
in  gekündigt  werden.
‘res  geschah  dann  auch,  da  die  Arbeiter  nicht  gewillt
l  ihr  Koalitionsrecht  beschneiden  zu  lassen.  Drei  Tage
m  Ereignis  (am  30.  Mai)  fand  eine  Arbeiterversammlung
der  beschlossen  wurde,  die  Arbeit  am  folgenden  Tage
lerzulegen,  falls  die  Fabrikanten  nicht  „die  wegen  der
ugehörigkeit  erfolgte  Aufkündigung  und  Entlassung  rückjchten“.
  Da  dies  nicht  geschah,  erfolgte  am  31.  Mai  die
Arbeitseinstellung.  Zusammen  mit  den  schon  früher
Indifferenzen  ausständig  gewordenen  Arbeitern  und  Ari
  feierten  jetzt  insgesamt  3294  Personen;  von  diesen
610  dem  Tabakarbeiter-Verband  an.  Mit  ihren  Dresdener
kklärte  sich  auch  die  Arbeiterschaft  der  Firma  Josetti  in
"er  Zweigfabrik  des  Trustes,  —  insgesamt  113  Personen  —
und  legte  gleichfalls  die  Arbeit  nieder.  Zudem  wurde
erliner  Gewerkschaftskommission  an  die  deutsche  Arbeiter-Aufforderung
  gerichtet,  die  Firmen,  „welche  das  Koaliden
  Arbeiterinnen  vernichten  wollten“  2 ),  zu  boykottieren,
cusstand  dauerte  den  ganzen  Juni  an.  Seinen  Abschluß
hließlich  am  1.  Juli  mit  folgender  Vereinbarung:
.  Die  dem  Tabakarbeiterverband  als  Mitglieder  angehörenligarettenarbeiter
  und  -arbeiterinnen  bilden  zunächst  eine
dere  Sektion  des  Tabakarbeiterverbandes  unter  eigener
»nsleitung,  die  aus  Zigarettenarbeitem  oder  -arbeiterinnen
eteiligten  Betriebe  bestehen  muß.  Diese  Sektion  hat  als
lisation  der  Zigarettenarbeiter  und  -arbeiterinnen  zu  gelten,
er  es  gegebenenfalls  die  Arbeitgeber  zu  tun  haben.
Arbeitgeberverband  ist  im  Dezember  1904  von  Dresdener  Zigarettenjegründet
  worden  zum  Zwecke  der  „Herbeiführung  und  Pflege  dauernd
erhältnisse  zwischen  Arbeitgebern  und  Arbeitnehmern  durch  Berück-^recbtigter
  und  Abwehr  unberechtigter  Forderungen  und  ungesetzlicher
s'vergl.  §  1  der  Statuten  des  Arbeitgeberverbandes).
■gl.  Correspondenzblatt  der  Generalkommission  der  Gewerkschaften
i.  15.  Jahrgang,  1905,  Seite  374.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.