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Salldau, Neustadl-Magdeburg, Schönebeck, Wolmirstedt, Oebisfelde,
Loburg, Neuhaldeuslebeu, Egeln, Aken, Hadmersleben, Genthin, See-
hausen in der vorstehenden Reihenfolge, alternircnd für 2 Stellen;
q) dem Magistrat der Stadt Magdeburg für 1 Stelle; r) dem Ma
gistrat der Stadt Halle für 1 Stelle; s) der Direktion der Franke
schen Stiftungen zu Halle für 1 Stelle. Seit 1863 bestehen zwei neue
Freitisch-Stellen, deren Verleihung vorläufig dem Kurator der Univer
sität zusteht. Statt des früheren Natural-Freitisches wird dem Sti
pendiaten jetzt ein Aequivalent in Geld von jährlich 50 Thlr. in 4
Raten gezahlt.
Magdeburger LaiideS-Stipendium,
von dem Administrator des Erzstifts Christian Wilhelm, zu Anfang
des 17. Jahrhunderts begründet. Es werden an Studirende aus der
Stadt und dem Regierungsbezirk Magdeburg acht Raten à 50 Thlr.
von der Regierung verliehen.
Magdeburger Stadt-Stipendium.
Das Stipendium, aus älterer Zeit stammend, besteht in jährlich 100
Thlr. und wird in zwei Raten à 50 Thlr. gegeben. Die Verleihung
geschieht auf drei Jahre. Der Magistrat Hai die Präsentation bei K.
Regierung.
Magdeburg-Hallesche reformirte Prediger^ und Schullehrer Wittwen- und
Waisenkasse,
1712 gegründet. Mitglieder sind die Prediger und die Schullehrer
an den deutsch und wallonisch reformirten Gemeinden zu Magdeburg,
und die bisher reformirten Prediger und Schullehrer zu Aken, Burg^
Halle, Jerichow, Kalbe a. S., Stendal, Trüstedt, Wettin und Ziesar.
Die Wittwe eines Provisors erhält 100 Thlr., die eines Predigers
60, die eines Schullehrers 40 Thlr. jährlich Pension. Jährlicher Bei
trag eines Mitgliedes 4—9 Thlr. Im Jahre 1842 gab es 19 Mit
glieder und 5 Wittwen, das Vermögen der Anstalt betrug 23,100 Thlr.
(Hermes I. 224.)
Gräfin v. Mag»lösche Stiftung für treue Dienstboten.
Die Gräfin v. Ma g n is geb. Gräfin v. Götzen, + 1848 zu Eckers
dorf (Glatz), bestimmte (1832) ein Kapital von 1600 Thlr. dazu, daß
aus den Zinsen desselben treue und fleißige Dienstleute auf den Gräflich
M a gn Löschen Gütern belohnt und die Armen zu Eckersdorf und Roth-
Waltersdorf unterstützt werden sollen.
Maison d’Orango.
Für die Abkömmlinge der aus dem Fürstenthum Orange, der reformir
ten Religion wegen Vertriebenen gestiftet und am 16. Juli 1708 er
öffnet. Vou 1600 ausgewanderten Reformirten gingen 600 nach
Preußen. Die für sie angestellten Kollekten ergaben im protestantischen
Deutschland 25,000 Thlr., in England, wo die Orangeois als Unter
thanen angesehen wurden 96,000 Thlr. Die letztere Summe wurde in
drei Raten, 1704, 1707 und 1709 dem englischen Gesandten zu Ber-