Kapitel III. Die Assozialisten.
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noch eine Gratisklasse. Man könnte daher sagen, daß es eine Verbindung
zwischen einem Palasthotel gleich denen der Schweiz und Nizzas und
einer Herberge zur Heimat ist, wie die in London (Rowton House) oder
in Mailand (Albergo Popolare).
Hier besteht also kein anderer Kommunismus, als der des gemein
samen Verbrauches, der alle Reisenden unter dem gleichen Dache und an
dem gleichen Tische vereinigt: nur würde das, anstatt wie heute gelegent
lich, beständig sein, und für alle die normale Existenz werden. Warum
legte nun Fourier dieser Existenzweise eine so große Bedeutung bei, um
daraus die conditio sine qua non seines Systems zu machen und darin
<Üe Lösung aller sozialen Fragen zu sehen? Weil er, ebenso wie Owen,
zuerst ein günstiges Milieu schaffen will, das von dem heutigen Milieu
völlig verschieden ist, und in dem die neuen Menschen sich in aller Freiheit
entwickeln können.
Vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus hat das Leben unter dem
selben Dache als Zweck, das Maximum an Bequemlichkeit mit dem
Minimum an Ausgaben für den Verbraucher zu verwirklichen, indem es
die kleinliche und lästige Einrichtung des Familienhaushaltes durch den
Großhaushalt für Küche, Heizung, Beleuchtung, Bäder und Aufwartung
ersetzt.
Vom sozialen Gesichtspunkt aus bezweckt das Leben unter dem
selben Dache, indem es die Menschen der verschiedensten Kreise in tägliche
Berührung bringt, „ihre gegenseitigen Gefühle — die sich heute, wie er
eindrucksvoll sagt, „in einer steigenden Skala des Hasses und einer fallenden
Skala der Verachtung bewegen“ — durch eine auf Sympathie beruhende
Anziehung („attraction sympathique“) zu ersetzen, und außerdem das
Leben durch die Menge der Beziehungen, der Interessen, sogar der In
trigen, die diese ganze kleine Welt bewegen würden, interessanter zu
Aachen.
Fourier kann sich nicht genug darin tun, diese doppelte Reihe von
Vorteilen auszumalen. Er berechnet und beziffert die Ersparnisse mit
rior Genauigkeit eines alten Kassierers und rühmt die Überlegenheit des
'Mirtshauslebens über die Hausmannskost mit der Voreingenommen eit
rines alten, durch nichts ernüchterten Hagestolzes. Die moralischen und
sozialen Vorzüge, die sich aus der Gemeinsamkeit des Lebens ergeben
würden, erscheinen allerdings recht zweifelhaft. Eine Psychologie, die
Staubt, daß durch die Nachbarschaft der Reichen die Armen freundlich
U(1r l höflich und die Reichen glücklicher werden, ist doch etwas einfältig.
v ' •' jedoch die wirtschaftlichen Vorteile eines gemeinsamen Lebens an-
an gt, so sind sie unbestreitbar, und der Beweis für die Richtigkeit der
angeblichen Utopie Foürier’s liegt darin, daß sie in dem Lande, wo die
feuerung der Lebensmittel sich mehr und mehr fühlbar macht, in den
v reinigten Staaten, zur Wirklichkeit wird. Schon heute sind dort nicht