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Zweites Buch. Die Gegner.
geben, die ihre Produkte zum Kostenpreise austauschen 1 ). Überdies
würde auch noch die Regierung selbst unnötig werden. Eine Regierung
ist nämlich nur notwendig, solange als es Unterdrücker und
Unterdrückte, Starke und Schwache gibt. Sie existiert nur, „um den
gegenseitigen Kampf durch eine allgemeine Unterdrückung zu beendigen“ 2 )-Mit
dem Tag aber, an dem im Güteraustausch Gerechtigkeit garantiert
ist, wo freie Kontrakte zu seiner Sicherstellung genügen, gibt es nur noch
Gleichgestellte, von denen ein jeder die gleichen Vorteile genießt. Die
Quellen der Streitigkeiten verschwinden. „Sobald Kapital und Arbeit
einmal identisch geworden sind, besteht die Gesellschaft aus eigener
Kraft und braucht weiter keine Regierung.“ Das Regierungssystem ist
mit dem wirtschaftlichen System „verschmelzen“, in ihm „untergetaucht -
Das ist die An-archie, die Nicht-Regierung 3 ).
Klasse, die in Wirklichkeit weder Einkommen noch Lohn bezieht, aber die erfindet,
die unternehmungslustig ist, die Werte schafft, die erzeugt, die austauscht, die alle» 1
das Wirtschaftsleben der Gesellschaft ausmacht, und die in Wahrheit das Land verstellt;
das ist, wie wir gesagt haben, die wirkliche Februarfrage.“ (Revolution demontrfie
par le Coup d’üStat, S. 135).
l ) „Die Reziprozität... beruht darin, daß die Austauschenden Einer dem Anderen
und unwiderruflich ihre Erzeugnisse zum Kostenpreis garantieren“ (Id6e generale
de la Revolution, S. 97 —98).
s ) „Die Verfassung des Staates setzt voraus, soweit sein Zweck in Betracht
kommt, daß der Antagonismus oder Kriegszustand die wesentliche und unwandelbare
Bedingung des Menschengeschlechts ist, eine Bedingung, die zwischen Starke 11
und Schwachen die Einmischung einer zwingenden Gewalt nötig macht, um 1110
Kämpfe durch allgemeine Unterdrückung zu beenden“ (Voix du Peuple, 3.
zember 1849. CEuvres, Bd. XIX, S. 23). Doch „in einer fast ohne ihr Wissen durc
die Entwicklung des Wirtschaftslebens umgeformten Gesellschaft gibt es weder Starke
noch Schwache, sondern nur Arbeitende, deren Fähigkeiten und Mittel ständig « a
Bestreben zeigen, sich auf Grund der industriellen Solidarität und des garantierte
Umlaufs auszugleichen“ (ebenda, S. 18).
3 ) „Wir sind daher, was wir schon mehr als einmal erklärt haben, Anarchisten-Die
Anarchie ist die Existenzbedingung erwachsener Gesellschaften, wie die H ier3 Ü
chie die primitiver Gesellschaften ist: in den menschlichen Gemeinwesen geht e
Fortschritt unaufhörlich vor sich, und zwar von der Hierarchie zur Anarchie“ (eben a ’
S. 9). Und etwas weiter (in der Id6e gönerale de la Revolution, S. 196) bezei
nete er als Ziel der Revolution „eine Verfassung des Eigentums zu geben“ und „
politische oder Regierungssystem in der Wirtschaftsordnung aufzulösen, zu verse . n , r
und zum Verschwinden zu bringen, indem eins nach dem anderen der Räder im Ra
werk dieses großen Mechanismus, der Regierung oder Staat heißt, verringert, v 1
einfacht und dezentralisiert wird“. Proudhon hat diesen Gedanken Saint-Simon«
lehnt, was er in der Idee generale de la Revolution (S. 136ff.) zugibt. „Ug
Auffassung einer industriellen Gesellschaft, die die politische Regierung überiiu
macht, oder sie doch auf ein Minimum beschränkt, ist selbst nur eine Entwick 1 ^
oder wenn man will, eine Vergröberung des wirtschaftlichen Liberalismus J.-B. S AY
Die Bestätigung, daß er Anarchist ist, findet sich schon in dem Memoire sur * a , " vcr .
priete (1. Ausg. S. 229). „Wer sind Sie denn ? — Ich bin Anarchist. — Ah! 1°
stehe; Sie wollen satirisch sein; das richtet sich gegen die Regierung! — Durchaus n