Kapitel I. Die Hedonisten.
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que Qdesnay’s (siehe oben S. 20), nur nähert es sich mehr der Wirklichkeit
*).
Es gibt daher zwei nebeneinander bestehende Märkte, den der
Dienste und den der Produkte 2 ): und auf jedemvon ihnen werden die Preise
von den gleichen drei Gesetzen bestimmt:
q Wenn jedoch dieses Schaubild als der Ausdruck der Wirklichkeit angesehen
werden soll, so ergibt sich die merkwürdige und unvorhergesehene Folgerung, daß
der Unternehmer, der als Preis seiner Produkte gerade denselben Wert erhält, den
er für die Produktivdienste gezahlt hat, keinen Profit gewinnt.
In der Tat geben auch Walras, wie Pantaleoni vollständig die Richtigkeit
dieses anscheinenden Paradoxon zu; der normale Profit ist, sagt er, gleich Null, unter
der Voraussetzung absoluter freier Konkurrenz; und wenn man ferner (was die englische
Schule nicht tut) den Profit durchaus von den Zinsen trennt; die Zinsen werden als
einer der Bestandteile der Produktionskosten betrachtet.
Übrigens liegt hierin nichts Überraschendes, da es ja auf dasselbe hinausläuft,
wie die wohlbekannte Formel, daß der Verkaufspreis unter der Herrschaft der freien
Konkurrenz notwendigerweise mit den Produktionskosten übereinstimmt.
Selbstverständlich hindert diese theoretische Aufhebung des Profits nicht, in Wirklichkeit
das Bestehen des Profits in allen Gesellschaften anzuerkennen, doch erklärt
man es einfach aus den beständigen Oszillationen des Systems um einen festen Punkt,
bei dem es nie stehen bleibt. Der Profit ist in dieser Auffassung wie die Wogen des
Meeres, — was uns nicht daran hindert, das Niveau des Meeres als horizontal anzusehen
und sogar auf diese Annahme die Messung aller Höhenunterschiede der Erde zu
gründen. Wird der Tag kommen, an dem bei vollständig verwirklichtem Gleichgewicht
es keinen Profit mehr geben wird ? . . . Viel)/'cht wohl, aber an dem Tage, an dem in
der physischen und wirtschaftlichen Welt das Gleichgewicht vollständig verwirklicht
sein wird, wird die Uhr stehen bleiben und die Welt ihr Ende finden.
• 3 ) Um das System von Walras richtig darzustellen, muß man sagen, daß es
nicht nur zwei, sondern drei Märkte gibt, die ineinander geschachtelt sind, denn,
ebenso wie auf dem Markte, wo Produkte ausgetauscht werden, die Menge dieser Produkte
von der mehr oder weniger großen Menge produktiver Dienste (Boden, Arbeit
nnd Kapital) abhängt, ebenso hängt wiederum die Menge der produktiven Dienste,
oder wenigstens die der Kapitalien, von der mehr oder weniger großen Aktivität der
Bildung neuer Kapitalien (Eisenbahnen, Bergwerke, Maschinen) ab. Diese wieder
wird ihrerseits von der Höhe der Spartätigkeit bedingt. Hierin besteht der dritte
Markt: der der Kapitalisation. Da die neuen Kapitalien nur aus den Ersparnissen
gezahlt werden können (d. h. mit demjenigen Teil des Einkommens, den die Produzenten
nicht auf den Ankauf von Gebrauchsgütern verwendet haben), muß der Preis
dieser Kapitalien so beschaffen sein, daß er die Menge der neu gebildeten Kapitalien
nnd die in bar realisierte Menge des Gesparten zusammenfallen läßt, und wenn man
z. B. mehr Ersparnisse als Kapitalien gebildet hat, wird der Preis dieser letzteren steigen.
Wenn man aber sagt, daß der Preis der Kapitalien steigt, so heißt das in anderen
Worten, daß der Zinsfuß (oder wie Walras sagt: die Miete der Ersparnisse) sinkt. Das
Sinken des Zinsfußes wird nun aber diejenigen, die sparen, abschrecken. Hieraus wird
sich ergeben, daß auf dem Markte der Kapitalbildung im Gleichgewicht zwischen Angebot
und Nachfrage ein Wechsel eintritt, der Preis neuer Kapitalien wird sinken,
der Zinsfuß steigt, usf.
Um zusammenzufassen: „Der maximale Gesamtnutzen auf der einen
Seite, die Einheit des Preises auf der anderen, — sei es der Produkte auf
Markt der Produkte, sei es der Dienste auf dem Markte der Dienste, sei es