sultaten von Erziehung und äußern Umständen; aber
wenn wir die Leidenschaft, welche die Deutschen für Musik
bewiesen haben, und die Tatsache bedenken, daß die
größten Musiker, die die Welt kennt, von Bach, Beethoven,
Mozart bis zu Wagner dieser Nation angehörten, so erscheint
es höchst wahrscheinlich, daß eine Beziehung
zwischen dem Körperbau des Deutschen und seiner musikalischen
Begabung existiert. Ähnliche geistige Besonderheiten
scheinen mit äußeren Verschiedenheiten, die andere
Rassen kennzeichnen, einherzugehen. Nichtsdestoweniger
würde jeder Versuch in einer Kolonie, in der Personen
all dieser Nationen zusammenlebten, auf Grund
dieser anscheinend erprobten nationalen Eignung oder
Nichteignung jede auf ein bestimmtes Arbeitsgebiet zu
beschränken, als verrückt angesehen werden. Darauf zu
bestehen, daß alle Juden und nur Juden religiöse Gegenstände
zu behandeln und zu unterrichten hätten, daß alle
Engländer und nur Engländer Handel zu treiben hätten,
jeder Deutsche sich mit Musik seinen Lebensunterhalt
verdienen müßte und niemand außer Deutschen Musik
betreiben dürfte, würde jeden einzelnen unglücklichen
Engländer, dessen ausgesprochenster Mangel in der Richtung
von Finanz- und Geschäftswesen liegen mag, jeden
Juden, dessen religiöse Instinkte rudimentär sind, jeden
Deutschen, der keine Note von der andern zu unterscheiden
vermag, einfach zur Verzweiflung bringen. Und die
Gesellschaft als Ganzes würde einen unersetzlichen Verlust
erleiden, einen der schwersten Verluste, die eine Gesellschaft
betreffen kann — die Nichtausnützung der höchsten
Fähigkeiten all ihrer Mitglieder.
Es mag sein, daß wie bei den Rassen, so auch bei den
Geschlechtern die feinsten physischen Differenzen ihr feines
> geistiges Korrelat besitzen; aber keine abstrakte Betrachtung
des menschlichen Körpers bezüglich seiner Geschlechtsfunktionen
kann bei dem jetzigen Stand unserer