IL Theil. Statistik der Sterbefálle.
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1858
1859
1861
1866
1871
( 11,69 % betragend)
( 0,01 » » )
(1,76» » )
(14,82 » » )
(5,10* » )
auf die Nachwirkungen der 57 er
Krisis, den herrschenden Typhus
und andere epidemische Krank
heiten zurückgeführt,
nicht weiter erläutert,
desgl.,
durch den deutsch-österreichischen
Krieg und die Cholera erklärt,
durch den deutsch - französischen
Krieg, resp. seine Nachwirkungen
und die herrschende Pocken-
Epidemie erklärt.
Wie oben bemerkt, ist die Sterblichkeit auch hingesehen
auf die durch Sterbefälle abgegangene Gesammtversicherungs-
Summe hinter der Erwartung zurückgeblieben.
Dies trifft auch hinsichtlich der Durchschnitts
versicherungssummen im ganzen Zeitraum und in vier
einzelnen Jahrzehnten zu.
Die Durchschnitts-Sterbefallsumme
konnte betragen
nach der Berechnung betrug wirklich
Jk
von 1829—1878 5302 5219
im I. Jahrz. (1829—38) 5292 5262
» II. » (1839—48) 4963 4950
» III. » (1849—58) 4893 4969
» IV. » (1859—68) 5110 5023
» V. » (1869—78) 5658 5514
Im Ganzen sind also nicht nur weniger Versicherte ge
storben, als nach den Grundrechnungen der Bank anzunehmen
gewesen, sondern die Gestorbenen sind auch durchschnittlich
mit einer geringeren als der Durchschnitts-Versicherungs-Summe
versichert gewesen.
Dass die Summe von 6,801 398 Mark, welche durch
Sterbefälle weniger verloren wurde, als nach der Wahrschein
lichkeitsberechnung zu erwarten war, nicht an sich schon einen
Gewinn der Bank darstellt, ist einleuchtend. Um zu ermitteln,
ob durch Mindersterblichkeit Gewinn entstanden ist, oder nicht,
hat man bekanntlich die Reserve zu berücksichtigen, welche
sowohl auf die rechnungsmäsige, als auf die wirkliche Sterb
lichkeit trifft. Leider ist eine derartige Gewinnberechnung
nicht vom ersten Anfänge des Geschäftsbetriebes der Bank an
jährlich aufgemacht worden ; sie jetzt für die Jahre, wo sie
fehlt, nachzuholen, wäre mit unverhältnissmäsiger Mühe ver
knüpft. Seit 1870 beziffert sich die Minder-Ausgabe und der
daraus resultirende Gewinn auf folgende Beträge:
Minderausgabe
in Folge von
1870 456312
1871 17153I
1872 835875
1873 959727
1874 62IO81
1875 557153
1876 507985
1877 848938
1878 1,352468
Sa. 6,311070
Gewinn
Mindersterblichkeit*)
Jk
427557
322485
637593
834771
696135
638584
666887
1,018920
1,291420
6Í534352
In fünf Jahren war der Gewinn in Folge der Minder
sterblichkeit grösser, als die Minderausgabe, weil die rechnungs
mäsige Ausgabe, nach Abzug der darauf treffenden rechnungs-
mäsigen Reserve einen grösseren Rest liess, als die wirkliche
Ausgabe, nach Abzug der dafür wirklich vorhandenen Reserve.
In vier Jahren dagegen war das Verhältnis umgekehrt, ergab
sich also bei Minderzahlung doch Verlust, eben weil dort der
Rest der rechnungsmäsigen Ausgabe kleiner war, als der Rest
der wirklichen.
Wie in den einzelnen Alters-Jahr gängen die wirk
liche zu der rechnungsmäsigen Sterblichkeit in dem ganzen
fünfzigjährigen Zeiträume sich gestellt hat — dies zu zeigen,
muss dem letzten Theile dieser Abhandlung überlassen bleiben.
*) Es handelt sich hier stets nur um Mindersterblichkeit hingesehen
auf die Versicher.-Summen; hingesehen auf die Personen ergab sich ja
im Jahre 1871 eine, wenn auch unbedeutende Mehrsterblichkeit.