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klar würde, daß die Sonnenfinsternis nur dadurch entstand,
daß der Mond vor die Sonnenscheibe trat, so würden die
intelligenteren Mitglieder der Gemeinschaft plötzlich zu
dem Schluß kommen, daß nicht das Insekt die Ursache
der Finsternis gewesen sei; sie würden auf hören, es als
einen Gott zu betrachten und es vielleicht sogar töten. Die
beschränkteren und am Alten haftenden Teile der Gemein
schaft würden es ablehnen, durch das Teleskop zu schauen.
Und wenn sie hineinschauten, würden sie leugnen zu sehen,
daß der Mond die Finsternis verursacht, und ihre eingewur
zelte Verehrung für das Insekt, die sich im Lauf der Zeit
herausgebildet, würde sie dahin führen, jene Individuen, die
seine Gottheit leugnen, gottlos zu nennen, und es könnte dies
vielleicht sogar die Vernichtung dieser ersten Ungläubigen
zur Folge haben. Die Gesellschaft, die einst so homogen
und einig in allen ihren Teilen war, würde auf einmal durch
moralische und soziale Probleme zerklüftet werden, und end
lose Leiden müßten für das Individuum aus seinen Versu
chen, die Ideale, Sitten und Einrichtungen der Gesellschaft
mit den neuenVerhältnissen in Einklang zu bringen, erstehen.
Es mag daraus unendlicher Gewinn in vielen Richtungen
fließen, Leben, die sonst geopfert würden, erspart bleiben,
ein höheres und befriedigenderes Dasein beginnen, aber
die Disharmonie und der Kampf würden unvermeidlich
sein, bis die Gesellschaft wieder das Gleichgewicht zwi
schen ihrem Wissen, ihren materiellen Verhältnissen und
ihren sozialen, religiösen und sexuellen Institutionen her
gestellt hätte.
Ein ähnlicher, aber weit komplizierterer Zustand besteht
heute in unserer eigenen Gesellschaft. Unsere materielle
Umgebung weicht in jeder Beziehung von der unserer
Großeltern ab und hat nur wenig oder gar keine Ähnlich
keit mit der vor wenigen Jahrhunderten. Hie und da mö
gen selbst innerhalb unserer Zivilisation in entlegenen länd
lichen Gegenden die alten sozialen Verhältnisse teilweise