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habenden, kultivierten, geistig arbeitenden Klassen hat,
wo allein gegenwärtig die Gefahr der Entkräftung durch
Müßiggang und der Degeneration durch Abhängigkeit
von den Geschlechtsfunktionen existiert. Das Arbeitsproblem
ist für die Frau unserer Tage letzten Endes das Bestreben
von seiten eines Teils des Geschlechts, sich selbst
vor Untätigkeit und Degeneration zu schützen und dies
sogar auf Kosten eines momentanen schweren Verlustes
an materiellem Behagen und Wohlleben für die Individuen,
die die Frage aufwarfen. Das Arbeitsproblem des Mannes
ist direkt und in erster Linie ein materielles und, wenigstens
oberflächlich, mehr oder weniger eigennützig, obwohl
die schließliche Wirkung auf die Gesellschaft durch
die Befreiung der ärmeren Mitglieder aus Erniedrigung,
Abhängigkeit und Not imzweifelhaft durchaus sozial und
unbedingt notwendig für das Wohl und die weitere Entwicklung
der Menschheit ist. In der Frage der Frauenarbeit
unserer Zeit, die ihren Ursprung wesentlich unter
Frauen der gebildeten und wohlhabenden Klassen hat
und die hauptsächlich in dem Verlangen nach Öffnung beruflicher,
politischer und höherer, gelernter Arbeit besteht,
kann das endliche Resultat nur auf Kosten mehr oder weniger
heftiger, augenblicklicher persönlicher Leiden und Entbehrungen
erreicht werden, obwohl ein befriedigender Abschluß
zweifellos zum materiellen und physischen Wohl
der Frauen selbst, sowie ihrer männlichen Genossen und
der Nachkommenschaft gereichen wird.
Das nächste halbe Jahrhundert wird eine Zeit besonderer
Anspannung sein, da die Menschheit unausgesetzt danach
trachtet, die Begriffe der Moral, die sozialen Verhältnisse
und die allgemeinen Einrichtungen des Lebens den neuen
und sich fortwährend entfaltenden materiellen Bedingungen
anzupassen. Wenn die beiden großen Bewegungen unserer
Zeit, die diese zum Gegenstände haben, zu voller
Übereinstimmung und engem Zusammenwirken gebracht