Object : Lexikon der Handelsgeographie

Vereinigte  Staaten  (Bergbau:  Petroleum;  Handel).

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ein  außerordentlich  großer  Haldenverlust,
den  man  auf  ein  Dritteil  der  gesamten
Kohlenförderung  schätzt,  herbeigeführt
würde.  Der.Handel  mit  Kohlen  bewegt
bituminöse  Kohle  222,634  T.  und  em»
geführt  477,517  T.  bituminöse  Kohle.
Die  Werte  waren  bei  der  Einfuhr  6,7
Mill.,  bei  der  Ausfuhr  8,3  Mill.  Mk.
P  e  t  r  o  l  e  u  m.  Das  eigentliche  Olgebtet
ist  noch  immer  Pennsylvanien,  obschon
auch  ìli  Westvirginia,  in  Ohio,  Kentucky,
in  Kalifornien  lind  andern  Staaten  OIquelk,,
  wßkrm.  ^ie  Mtg
1859  erst  82,000  150  Bit,  1879
hatte  dieselbe  16,917,606  Faßerrelcht.  Von
1860  bis  (Sube  1877  sollen  aus  den  pennsylvauischeil
  Ölfeldern  90  Mill.  Faß  Petroleum ­
  gewonnen  worden  sein,  welche
einen  Geldwert  von  ca.  900  Mill.  Mk.
repräsentieren.  Ausgeführt  wurden  1879  :
10,i  Mill.,  1880:  8,5  Mill.  Faß.  Die
HauptanSfuhrhäfen  waren  1880:
New  Pork  ....  1003,2  Mill.  Liter
Philadelphia  .  .  .  207,s
Baltimore  ....  £>7,7
Boston  19.r
Richmond  ....  4,2
Portland  ....  0,5
Der  vierte  Teil  sämtlicher  Verschiffungen
im  Hafen  von  New  Pork  geht  nach  Deutschland ­
  (Bremen,  Hamburg,  Stettin,  Königsberg, ­
  Danzig  und  Lübeck),  doch  fehlt
unter  den  Abnehmern  kein  Land.  Von
New  York  allein  wurden  1877  verschifft
(in  Millionen  Liter)  nach:

Bremen
Antwerpen
London.  .
Havre  .  .
Liverpool  .

169,2
76.0
63.2
49.2
38.0

Rotterdam  .
Cork  .  .  .
Triest.  .  .
Kopenhagen

37.0
30,4
30,4
28.0

1880  gefallen.  Von  der  letzten  Summe  entfallen ­
  auf  Brennöl  allein  151,2  Mill.  Mk.
IV.  Kandel.
Da  die  Ernten  1878,  1879  und  1880
ausgezeichnet  waren;  während  auf  dem
europäischen  Koiltinent,  namentlich  in
Frankreich  und  England,  die  Erträge
weit  unter  dem  Mittel  blieben,  so  besserte
sich  die  wirtschaftliche  Lage  des  Landes  ausnehmend. ­
  Welchen  Umfang  der  Handel  in
den  drei  letzten  Fiskaljahren  (1.  Juli  bis
30.  Juni)  gewonnen  hat,  geht  aus  folgenden ­
  Zahlen  hervor  (in  Millionen  Mark):

Nach  Holländisch  -  Ostindien  gingen  43
Mill.,  nach  China  und  Britisch-Ostindien
40  Mill.,  nach  Gibraltar  und  Malta  30
Mill.,  nach  Brasilien  16  Mill.,  nachAà
ten  12  Mill.  Lit.,  mt  ganzen  an  1175  Mrll.
L  4880  betrug  das  Quantum  des  Exports

Ware»

1877—78  1878—79  1879—80

Zollfreie  .  .
Zollpflichtige.

Einfuhr:
718,0  I  599,3  I
1242,4  1273,0

874,9
1930,ß

Gesamteinfuhr:  |  1961,o  |  1872,3  |  2805,4
Ausfuhr:
Einheimische  .  .  I  2972,81  2931,91  3460,4
Ausländische  .  .  ļ  87,4  |  50,8  |  49,i
Gesamtausfuhr:  |  3060,21  2982,71  3509,5
Gcsamthandel:  |  5021,2  |  4855,o  |  6314,9
Der  Gesamthandel  weist  demnach  immer
steigende  Ziffern  auf  und  zwar  im  vergangenen ­
  Jahr  einen  Betrag,  den  er  selbst
in  der  günstigsten  Zeit,  1872—73  und
1873—74,  nicht  erreichte.  Allein  dieses
Anwachsen  ist  lediglich  den  steigenden  Ausfilhrziffern
  zuzumessen,  da  die  Einfuhr
mehr  mtb  mehr  eine  rückläufige  Bewegimg
  er#,  äiffcrrnmo  ^kb  bies  Bclegt
  durch  die  folgende  Übersicht,  in  wel-#
  bic  mtocmf#,  b.  &  b,e  ®cfcmiteinfuhr
  abzüglich  der  nach  fremden  Landern ­
  wieder  exportierten  Einfuhrwaren,
und  die  Ausfuhr  einheimischer  Waren
(ohne  Edelmetalle  und  Münzen  daraus)
nebeneinander  gestellt  find.  Jil  Mtllionen
  Mark  lvar:
Nettoeinfuhr

1865:
1868:
1871:
1874:
1877:
1879:
1880:

880,3
1448.2
2124,4
2312,1
1841,7
1790,0
2756.3

Ausfuhr
574,9
1131.4
1799,2
2391,9
2972.8
2931.8
3460.4

Die  Einfuhr  hat  feit  1873  um  rund  32
Proz.  ab-,  die  Ausfuhr  dagegen  in  demsel-
            
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