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Markgraf Georg Friedrich, Bonaventura Furtenbach und Hans
Georg Paumgartner sind noch zu nennen: Johann von der Leyen,
trierischer Amtmann, mit 50 000 fl, Lazarus Schwendi mit
15 000 fl, Lazarus Tuchers Erben 33 000 fl, Langenmantel mit
16 000 fl und eine Reihe anderer Personen mit kleineren
Summen 1 ). Die Umstände, unter denen diese Gläubiger mit
David Paumgartner in Beziehung traten, Hessen sich nicht
mehr im einzelnen feststellen. Bei dem Ansehen, das Paum
gartner genoss, und bei seinen vielfachen politischen und
finanziellen Verbindungen muss es ihm leicht gewesen sein,
Kredit zu erlangen.
Sobald nun seine verzweifelte Lage bekannt wurde, suchten
die Gläubiger sich ihrer Gelder zu versichern 2 ). Markgraf Georg
Friedrich nahm, wie schon erwähnt, Hohenschwangau in Besitz,
die Furtenbach Hessen sich mit Hohenschwangau (soweit es
kaiserliches Lehen war) belehnen und bemächtigten sich Thann
hausens. Die kleineren Gläubiger aber glaubten am ehesten
wieder zu ihrem Gelde zu kommen, wenn sie sich an die Tiroler
Regierung wendeten. Diese erklärte sich bereit, die Forde
rungen einer Reihe von Gläubigern auf sich zu nehmen, wenn
diese zugleich noch Bargeld an die Kammer liehen. In Innsbruck
benützte man nämlich jetzt die günstige Gelegenheit, wieder
in den Besitz von Herrschaften zu gelangen, die einst an die
Paumgartner verpfändet worden waren. So konnten durch
Uebernahme Paumgartnerscher Schulden einige dieser Be
sitzungen abgelöst werden 3 ). Vor allem aber stach der Tiroler
Regierung Hohenschwangau in die Augen. Diese „grosse weite
und lustige Herrschaft“ an der Landesgrenze war jetzt Gegen
stand der eifrigsten Bemühungen der Tiroler Räte, um sie in
Habsburgischen Besitz zu bringen. Wiederholte Verhandlungen
wurden in den Jahren 1565—1567 mit dem Markgrafen ge
pflogen. Aber für das schön gelegene Besitztum interessierte
sich auch ein anderer Fürst, an dessen Gebiet dasselbe grenzte —
1 ) Geh. Staatsarchiv K blau 382/7. Davids Bruder Anton erscheint
in dieser Tabelle mit einem Guthaben von 36 000 fl. Er erhielt dafür
die Herrschaft Baumgarten.
2 ) Briefwechsel der Gebrüder Blaurer III S. 773 schreibt Ambr.
Blaurer an Heinr. Bullinger Ende Juni 1563, dass David mit 600000 fl
fallierte.
3 ) Die Tirolische Regierung übernahm ca. 37 000 fl Paumgartner
scher Schulden von den Gläubigern. (Missiv an Hof [1563]) fol. 839.
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