Full text : Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Handelsbezeichnungen  der  verschiedenen  Exportartikel

Handelsbezeichnungen  der  verschiedenen  Exportartikel  der  Baumwollindustrie
in  England  J ).
Baffetas  =  ein  leichter  Stoff  in  Kalikobindung  entweder  gebleicht  oder  blau  gefärbt.
Brillante  =  ein  leichter  Baumwollstoff  mit  eingewebten  Brokatfiguren  und  mit  einer
nainsook-Appretur.  Gewebt  auf  Dobbystühlen  mit  6  bis  12  Schäften.
Calico  und  Muslin  und  Cambrics,  Checks.
Chintz  =  ein  bedruckter  Baumwollstoff,  mit  grellen  und  sehr  bunten  Variationen  bedruckt.
Crimps  =  ein  einfaches  Kalikogewebe.  Die  Kette  ist  geteilt  und  auf  zwei  Bäumen  gewickelt, ­
  der  eine  Baum  gebremst  und  der  andere  ohne  Bremse,  so  entstehen  beim  Weben  die
gestreiften  Crimps.
Demin  =  ein  vierschäftiger  Kettköper  mit  brauner  oder  blauer,  feiner,  dicht  eingestellter
Kette  mit  grobem  rohweißen  Schuß.
Dhooty  =  grau  Schirting  mit  fancy  -  Streifen  an  den  Leisten,  wird  von  den  Hindus  als
Lendentuch  benutzt.  Die  Figurfäden  werden  von  Spezialdobbys  oder  schmalen  und  kleinen
Jaquards  gearbeitet.
Domestics  =  ein  Kaliko-  oder  Köpergewebe,  mittelschwere  bis  ganz  schwere  Qualität.
Drills  =  ein  starker  schwerer  Artikel  in  drei-,  vier-  und  fünfschäftigem  Kettköper  und
Kettsatin,  verkauft  in  roh  mit  schwer  geleimter  Kette  und  gebleicht,  gefärbt  oder  gestreift.  Dieser
Stoff  wird  verlangt  als  Anzugstoff  für  die  Tropen  wie  auch  die
Ducks  mit  einem  Matten-  oder  Panamagewebe  und  in  schwerer  Qualität.
Dungaree  =  ein  Stoff  wie  „Demin“,  aber  mit  gefärbtem  Schuß.
Fents  =  kurze  beschädigte  Enden  von  1  bis  2  m  an,  von  den  Stückenden  geschnitten,  ein
besonderer  Handel  in  Manchester  auch  für  Export  nach  Kleinasien  und  Ägypten.
Flannelette  =  Kalikogewebe  oder  Köper  mit  bunten  Streifen  und  Karos  und  mit  grobem,
■weich  gedrehtem  Schuß,  gerauht  auf  einer  oder  beiden  Seiten.
Fustian  =  eine  besondere,  ziemlich  weite  Klasse  von  schweren  Schußgeweben,  für  Arbeiterund ­
  Reithosen  und  in  leichteren  Qualitäten  für  Damenkleider.  Verschiedene  Marken  in  diesem
Genre  mögen  den  Schuß  geschnitten  oder  auch  ungeschnitten  haben,  und  gehören  folgende  Handelsnamen ­
  unter  dieselbe  Gruppe:  thicksets,  constitutions,  cables,  round  tops,  Genoa  backs,
Tabby  backs,  Cantoons,  Diagonals,  Imperials,  Swansdowns,  Lambskins,  moleskins,
beaverteens.
Gauze  oder  Leno  =  ein  leichtes,  offenes  Gazegewebe  von  bedeutender  Haltbarkeit,  ebenso
werden  auch  Lenobrokatstoffe  im  Jaquard  gewebt.
Gingham  =  ein  kräftiges  Kalikogewebe,  blau,  weiß,  rot,  grün  kariert,  für  Schürzen,
Taschentücher  und  Schals  für  Eingeborene  Westafrikas  und  Indiens.  Ähnliche  Stoffe  mit  größeren
Variationen  in  Farben  und  Karos  sind  bekannt  als  „Checks“.  In  dasselbe  Genre  wird  „Madras
Gingham“  eingereiht  mit  einer  distinkt  kräuselnden  Leiste,  meistens  verwendet  für  Jupen
und  Schals.
Granite  =  ein  besonderer  Gewebetyp  mit  einem  irregulären,  gebrochenen  Aussehen.
Grenadine  =  ein  durchsichtiger  Kleiderstoff  aus  Baumwolle,  Seide  oder  Wolle,  oder  auch
aus  Mischung  von  dreien,  gewebt  wie  „Leno“  oder  Gaze  mit  geringer  Einstellung.  Er  wird  aber
auch  mit  Kalikobindung  gewebt,  wenn  der  Schuß  durch  Polieren  gehärtet  wird.
Hickory  stripes  =  ein  grobes,  buntgewebtes  Köperdessin,  in  blau-weißen  oder  braunweißen ­
  Streifen,  für  Hemden  und  Unterhosen  in  gewissen  Teilen  der  Vereinigten  Staaten.
Harvard  =  ein  buntgewebter  Hemdenstoff  aus  vierschäftigem  gleichseitigen  Köper.
Huckaback  =  ein  Handtuchgewebe  aus  groben  Garnen,  ähnlich  unserem  Gerstenkorn,
für  Indien,  Kolombo  und  Südamerika.

! )  Leipziger  Monatsschrift  für  Textilindustrie  1914,  S.  34/35  und  1913,  S.  100.
            
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