Full text: Nationale Bodenreform

[zt hat in seiner Schrift: „Das Geheimnis der eng- 
lischen Wirtschaftpolitik“ Berlin 1889 Seite 19, das 
O bereig en tu m am Boden bei uns wie in England 
der Krone zuweisen wollen. Er hat auf den Ausspruch 
der Universität Oxford (Times 1. Juni 1887) hinge- 
wiesen: 
„There is no personal property in the soil in England“*). 
Er wollte, daß dem Unternehmer und Arbeiter das 
Werkzeug der Produktion, der Grund und Boden, billig 
zur Verfügung gestellt werde: 
„Allen denen, die für den Schut der nationalen Arbeit, 
bereitwillig oder gezwungen, eingetreten sind, für Eisen und 
Getreidezölle, sei es gesagt, daß es noch einen besseren Schutz 
gibt als diesen, nämlich den an der Produktionsstätte, und daß 
der wirkssamste Schutz an dieser Stätte darin besteht, dem Un- 
ternehmer und Arbeiter das Werkzeug der Produktion, den 
Grund und Boden, billig zur Verfügung zu sstellen."*%#) 
Die Grundsteuer nach dem gemeinem Wert hat er be- 
kämpft. Der ganze Witz der Gegner einer wirklichen 
Rechtsreform. liege darin, diesen „gemeinen Wert“ an der 
Stelle, wo sie ihm durch „Antizipation“ und „Escomptie- 
rung“ beikommen könnten, zu erhalten.*+*) Sein Wahl- 
spruch sei immer gewesen: 
„Qualitative Rechts reform, nicht quantitative 
B e s i ß reform und Ente ig nung auf d em Wege 
d er Besteu erung,“ 
wie sie der Bund für Bodenreform im wesentlichem an- 
zustreben scheine.*+%%) 
Auch das Erbbaurecht, das Boden und Gebäude 
trennte, ist von ihm getadelt worden, weil es für beide 
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ry ver selbe: Das Geheimnis der englischen Wirlischaftspolitik. S. XXI. ~ 
*r) Hammer, Bkätter für deutschen Sinn. Leipzig 1908. S. 351. 
Vein. g | Httomar; Die Frage des Bodenrechts und die vier Fakultäten. 
186
	        
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