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Schweiz. Textilindustrie.
Die Produktion der Textilindustrie der Schweiz im Jahre 1913.
Es beträgt der Produktionswert entsprechend den später folgenden Auf
stellungen :
Mill. Mark
Anteil der Schweiz
am Produktionswert
aller europäischen Staaten
Proz.
Baumwollindustrie
284,4
2,3
Woll- und Halb Wollindustrie
60,6
0,7
Seiden- und Halbseidenindustrie
224,2
11,3
Leinenindustrie
17,4
1,0
Juteindustrie
0,9
0,1
Kunstseidenindustrie x )
3,o
2,2
Konfektionsindustrie, wie bei Deutschland entsprechend
der Ausfuhr berechnet
5,o
0,4
595,5
2,3
In der Schweiz sind die Baumwoll- und Seidenindustrie die beiden
Hauptindustrien, während den Woll-, Leinen-, Jute- und Konfektionsindustrien
eine geringere Bedeutung zukommt.
Die Art der Produktion prägt sich am stärksten im Durchschnitts-Tonnen
wert der ausgeführten Fertigwaren aus. Der Tonnenwert der im Jahre 1913
ausgeführten Baumwollwaren betrug:
in der Schweiz j in Deutschland j in Großbritannien
i5 40oMk. ; 6 72oMk. j 4 220 Mk.
Von allen Baumwoll-Industriestaaten hat die Schweiz den höchsten Ausfuhr-
Tonnenwert, weil sie fast ausschließlich die Ausfuhr der teuren Stickereiartikel
betreibt.
Der Tonnenwert der im Jahre 1913 ausgeführten Seiden- und Halbseiden
waren betrug:
in der Schweiz in Frankreich in Deutschland
42 030 Mk. 50 300 Mk. 27 900 Mk.
Die Zahl der Betriebe der Textilindustrie betrug im Jahre 1911: 1584.
Die Zahl der in diesen beschäftigten Arbeiter: 100 175. Da die Gesamtzahl der
in sämtlichen schweizerischen Betrieben beschäftigten Arbeiter 328841 beträgt,
so entfallen auf die Textilindustrie 30,4 Proz. sämtlicher Arbeiter.