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Columbien.
J ) Berichte über Handel und Industrie 1913, S. 630.
Die Herkunftsländer der Fertigwaren sind:
England
Frankreich
• • ■ 7.19 „
Deutschland
• • • 5,66 „
Vereinigte Staaten . .
• ■ • 2,68 „ „
Italien
CO
00
pH
Spanien ....
Schweiz ....
Belgien . . . .
Österreich-Ungarn
0,97 Mill. Mk.
o,S9 „ „
0,40 „
0,25 „
Im Inlande gewonnene Rohstoffe.
Baumwolle. Die Menge der im Inlande gewonnenen Baumwolle wird
auf ungefähr 4000t geschätzt, doch sind nirgends Anhaltspunkte zu finden, ob
sich diese Angabe auf entkernte oder unentkernte Baumwolle bezieht. Wahrscheinlich
ist unentkernte Baumwolle gemeint und beträgt dann die Ernte 1300 t
lose Baumwolle.
Seide. Nach einer Mitteilung in den „Nachrichten für Handel und Industrie“
1916, Heft 25 sind ernste Bestrebungen im Gange, um die Seidenraupenzucht
bzw. die Gewinnung der Seide zu fördern.
Produktion der Textilindustrie.
Die Baumwollindustrie Columbiens 1 ) entwickelte sich in den letzten
Jahren in starker Weise; es kommt ihr zu statten, daß die rohe Baumwolle im
Inlande gewonnen wird. In Tätigkeit sind ungefähr 15 Fabriken, die teils
Spinnerei, Weberei oder Färberei allein, teils alles zusammen betreiben. Außerdem
werden auch Rohgarne in ziemlichen Mengen eingeführt, die von den
Webereien verarbeitet werden. Die Baumwollfabriken befinden sich meist in
Bogota, Medellin und Barranquilla.
Die einheimische Baumwollindustrie erzeugt alle billigen Baumwollgewebe
wie Diagonales, Drills, Matratzenstoffe, Umhängetücher. Zwei Fabriken beschäftigen
sich auch mit der Herstellung von Wirkwaren. Nach dem Londoner
Cotton Handbook beträgt die Zahl der Fabriken in Columbien 9 mit 20 000
Spindeln und 941 Webstühlen.
Die Wollindustrie spielt nur eine untergeordnete Rolle. Der größte Teil
der Wollwebereien führt Garne aus dem Auslande ein.
Ungefährer Produktionswert der Textilindustrie Columbiens im Jahre 1913.
Aus dem Inlande stammende verarbeitete Baumwolle, abzüglich des
Spinnverlustes 9401
Eingeführte Halbfabrikate . . i9601
2900 t
Diese ergeben, die Tonne zu 5000 Mk. berechnet 14,5 Mill. Mk.