Produktion an Textilwaren.
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in den Ausfuhrzahlen zur Geltung. So beträgt der Ausfuhrwert der Baumwoll-
fertigwaren nach den später folgenden Produktionsberechnungen:
In Deutschland pro Tonne 6 720 Jt
England „ „ 4220 „
» der Schweiz „ „ 15 400 „
Diese stark voneinander abweichenden Werte kennzeichnen die nach Art und
Preis der erzeugten Ausfuhrprodukte sehr verschiedenen Baumwollindustrien der
drei Länder.
Andererseits kann man annehmen, daß die dem heimischen Verbrauch
dienenden Fertigwaren der meisten Länder annähernd den gleichen Wert haben,
weil der Verbrauch im Inlande mehr oder minder unabhängig von den aus
geführten Waren sich hauptsächlich auf die Fabrikate für den allgemeinen Durch
schnittsbedarf erstrecken wird. So konnte der Tonnenwert der Baumwollfertig-
waren für den Inlandsverbrauch" in allen drei Ländern mit 5000^ eingesetzt
werden. (Siehe Deutschland, Produldionswert der Baumwollindustrie.)
Auf dieser Grundlage wurden die Produktionswerte für die einzelnen Länder
möglichst genau berechnet. Zwar liegt noch keine vollständig abgeschlossene
Methode vor, da besonders die Berechnung des Spinnverlustes der Baumwolle, des
Waschverlustes der Wolle, der Seidenbeschwerung und zahlreicher anderer Fragen
nur durch eingehende Mitarbeit der Fachmänner der Industrien genau festzulegen
sein wird. Aber die Bestimmung der Produktion auf dieser Grundlage erscheint in
allen Fällen sehr wertvoll, weil dadurch verhältnismäßig leicht alljährlich der
genaue Stand der betreffenden Industrie, wenigstens vergleichsweise, zu ersehen ist.
Ein weiterer Vorteil dieser Bestimmungsmethode besteht darin, daß dadurch
die bisher überhaupt nicht berührte Frage der Berechnung des Inlandsbedarfes
gelöst werden kann, die besonders für die Textilindustrie von ziemlicher Bedeutung
ist. Wie sich dieser Inlandsverbrauch auf der gleichen Grundlage berechnet, ist
bei den Produktionsberechnungen der einzelnen Länder ebenfalls angegeben.
Bezüglich der Einzelheiten bei der Ausarbeitung der Produktionswerte sei
darauf hingewiesen, daß für die Bestimmung der Verluste beim Spinnen,
Waschen usw. die amtlichen Erhebungen Deutschlands benutzt wurden, wie
dies in nachstehendem ausführlicher begründet ist.
Baumwolle.
Nach den Produktionsaufnahmen Deutschlands von 1908 und 1909 (siehe
Deutschlands Betriebe) würde der Spinnverlust durchschnittlich 12 1 / 2 bis 13 Proz.
betragen. Mehr als die Hälfte dessen wird jedoch als Abfall zurückgewonnen
und findet für gröbere Garne Verwendung. Es erschien daher nach vorgenommener
Umfrage richtig, den für die Webindustrie in Betracht kommenden Veilust durch
schnittlich nur mit 8 Proz. einzusetzen.
Die Baumwollmengen, die für den Verbrauch in der Halbwoll- und ITalb-
seidenindustrie abzurechnen sind, ergeben sich aus den betreffenden Produktions
berechnungen.
Kertesz, Textilindustrie sämtlicher Staaten.
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