Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

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Japan. Textilindustrie. 
Japan 
(einschl. Korea und Formosa). 
Ein- und Ausfuhr im Jahre 1911. 
In Millionen Mark. 
Ein- und Ausfuhr 
im Jahre 1911 
Die 
ein- und ausgeführten Waren nach dem 
Stande der Verarbeitung 
Einfuhr 
Ausfuhr 
Einfuhr 
Ausfuhr 
Roh 
stoffe 
Halb 
fabrikate 
Fertig 
waren 
Roh 
stoffe 
Halb 
fabrikate 
Fertig 
waren 
Baumwolle 
332,6 
148,7 
305,5 
1,5 
25,7 
1,1 
84,4 
63,2 
Wolle 
59,8 
1,1 
23,6 
10,0 
26,2 
— 
— 
1,1 
Seide 
3,9 
373,9 
3,9 
— 
— 
288,4 
3,5 
82,0 
Leinen und Jute .... 
9,3 
0,4 
7,4 
— 
1,9 . 
— 
— 
0,4 
Konfektion 
1,1 
7,2 
— 
— 
1,1 
— 
— 
7,2 
. 406,7 
531,3 
340,4 
n,S 
54,9 
289,5 
87,9 
153,9 
Die gesamte Ein- und Aus- 
fuhr beträgt 
1079,0 
939,6 
—■ 
— 
-- 
— 
— 
— 
Der Anteil der Textil- 
Industrie am Außen- 
Proz. 
Proz. 
handel beträgt demnach 
37,7 
56,5 
— 
— 
— 
— 
— 
— 
Die Textilindustrie besitzt für Japan eine sehr große Bedeutung, was sich 
auch in dem hohen Anteil der Textilindustrie am Gesamtaußenhandel zeigt, 
welcher in der Ausfuhr 56,5 Proz. beträgt. In keinem anderen Staate ist dieser 
Anteil auch nur annähernd so hoch. In der Schweiz z. B., deren Textilindustrie 
im Anteil an der Gesamtausfuhr des Landes unter den europäischen Staaten die 
erste Stelle einnimmt, beträgt er nur 42,7 Proz. 
Die Produktion Japans an Textilwaren ist nicht so groß, wie dies vielfach 
angenommen wird; sie beträgt 1334,9 Mill. Mark und kann in Größe mit den 
Textilindustrien Amerikas, Englands, Frankreichs und Deutschlands nicht an 
nähernd verglichen werden. Am nächsten steht sie der Textilindustrie Italiens, 
deren Produktion 1517,1 Mill. Mark beträgt und nur deshalb größer ist, weil 
Italien neben den anderen Industrien auch eine entsprechende Wollproduktion 
besitzt, während diese in Japan unbedeutend ist. Andererseits sind die Baumwoll- 
und Seidenindustrien in Japan größer als in Italien bzw. sind sie überhaupt die 
Hauptindustrien des Landes. 
Die Bedeutung der Textilindustrie Japans liegt auch weniger in ihrer 
Größe, als vielmehr darin, daß sie durch ihre niedrigen Arbeitslöhne eine 
fast unbeschränkte Ausdehnungsfähigkeit für die billigen Massenartikel besitzt.
	        
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