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Japan. Textilindustrie.
Baumwollindustrie. Japan hatte:
Im Jahre
Fabriken
Spindeln
Webstühle
1901 x )
81
1 181 762
—
1910 x )
92
1 896 601
—
1913 2 )
109
2 203 978
20634
Inzwischen soll sich im Jahre 1915 die Zahl der Spindeln um mehr als
500 000 und die Zahl der Webstühle um 3000 vermehrt haben.
Eine sehr gute Übersicht über die Entwickelung der Spinnereien ergeben
folgende Daten des „Annuaire du Japon 1912“:
Im Jahre
Verarbeitete
Baumwolle
Tonnen
Produktion
an Garnen
Tonnen
Baumwoll-
abfälle
Tonnen
Produktion
an Abfall
garnen
Tonnen
Beschäftigte
Arbeiter
und ihr
Tageslohn
Beschäftigte
Arbeiterinnen
und ihr
Tageslohn
1901
145 057
124 184
15 346
1 789
13481
49 540
66 Pf.
43 Pf.
1910
241 132
211 468
29 726
2 102
17 744
74 475
88 Pf.
56V2 Pf.
Die Produktion der Baumwollgewebe ergibt nach der gleichen Quelle
folgende Entwickelung:
Im Jahre
Gebleichte
Gewebe
Futako-ori
(Gewebe mit
doppelter Kette)
Crepe
Flanelle
Sonstige
Baumwoll
gewebe
Insgesamt
Produktionswert in Millionen Mark
1901
1910
27,1
79,7
20,5
40,9
3.5
12,9
17,2
31,6
34,4
88,9
102,7
254,0
Wirkwarenindustrie. Über diese Industrie liegt ein gründlicher Bericht des
Handelssachverständigen beim deutschen Generalkonsulat in Yokohama vor, der
nachstehend wiedergegeben sei 3 ):
Die japanische Wirkwarenindustrie hat in dem letzten Jahrzehnt so er
hebliche Fortschritte gemacht, daß baumwollene Wirkwaren für den Volksbedarf
überhaupt nicht mehr eingeführt werden; es bleibt nur ein ganz geringer Bedarf
hierin für anspruchsvollere Japaner und für wenige Tausend Europäer durch
Einfuhr zu decken. So wurden im letzten Jahre noch für 97300Mark baumwollene
Unterhemden und -hosen, für 114600 Mark Strümpfe und für l88900Mark
gewirkte Handschuhe nach Japan eingeführt; auch die Einfuhr halbwollener
Unterwäsche ist auf 214 600 Mark zurückgegangen.
x ) Annuaire du Japon 1912.
ä ) Siehe S. 6.
3 ) „Nachrichten für Handel und Industrie“ 1914, Heft 120.