Full text: Die Textilindustrie sämtlicher Staaten

Einfuhr. 
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Wollwaren. Im besonderen war während des Berichtsjahres die Nachfrage 
nach billigen Armeetuchen, guten Hifuji, blauen Serges und billigen Meltons 
ziemlich gut. Billige Tweeds, wie sie zu Kappen gebraucht werden, standen 
Ende des Jahres, infolge der plötzlichen Nachfrage nach Kappen für China, sehr 
hoch im Preise. „Corkscrews“, Venetians und billige gemusterte Kammgarne 
konnten nur mit Verlust verkauft werden. An Stelle der Venetians sind Cheviots 
getreten, rauhe Kammgarne, die zu Redingotes verwendet werden. Schottische 
Tweeds in billiger Ausführung, C.S. F. 1,70 Mark pro Yard wurden viel verkauft, 
ebenso auch Irish Tweeds (home spun) in allen Preislagen und Kamelhaarstoffe. 
Die Doubles für Winterröcke haben stark nachgelassen ’). 
Von den wichtigsten Wollstoffen importierte Japan: 
Tuche und Serges: 
aus England 
„ Deutschland 
„ Holland 
„ Belgien 
„ Frankreich 
„ Österreich-Ungarn 
0,9 „ 
0,3 „ 
0,3 „ 
Musseline: 
aus der Schweiz 
„ Deutschland 
„ Frankreich 
o,9 „ 
0,1 „ 
Flanelle: 
aus England 
„ Deutschland 
„ Frankreich 
Leinengewebe. Nach Japan werden Leinen feiner Qualität namentlich aus 
England importiert, die dann im Lande zu Stickereien verarbeitet, einen großen 
Exportartikel namentlich nach Amerika bilden. Eingeführt wurden Waren im 
Werte von 3,1 Mill. Mark. Davon kamen aus England für 3,0 Mill. Mark, aus 
Italien für 0,7 Mill. Mark und aus Deutschland für 0,03 Mill. Mark. 
Buchbinderleinwand. Der Import aus Österreich-Ungarn betrug 0,1 Mill. 
Mark gegen 0,04 Mill. Mark im Jahre 1910. Ferner wurden noch bezogen aus 
England für 0,3 Mill. Mark und aus Deutschland für 0,2 Mill. Mark. 
*) Über die Einfuhr an Teppichen schreibt ein französischer offizieller Bericht. Während 
Japan größere Mengen der nationalen Teppicherzeugung zur Ausfuhr bringt, führt es auch 
andererseits nicht geringe Mengen von Teppichen europäischer Art ein. Es handelt sich hierbei 
insbesondere um Brüssels oder Patent-tapestry, ferner um Samtteppiche, Filzteppiche usw., wovon 
im Jahre 1911 für 315000 Mark eingeführt wurden. Auch die Einfuhr von Hüten ist bedeutend, 
obwohl sich die inländische Hutindustrie stark entwickelt. Am meisten gefragt sind weiche Filz 
hüte. An der Einfuhr von Hüten sind England und Italien am stärksten beteiligt.
	        
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