Produktion. Textilwarenemfuhr.
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Japan größere Fortschritte. Eingeführt werden vornehmlich billige Game in
gröberen Nummern, die in der Hausindustrie Verwendung finden.
Nähgarne. Vorwiegend werden die aus England eingeführten Marken ver
wendet, doch führen sich auch die Zwirne aus Belgien und Japan ein. Besonders
Japan liefert die Nähgarne billiger, um den Markt zu erobern.
Von Baumwollgeweben sind die wichtigsten Artikel:
Schirting, grey und plain. Dies sind rohe glatte Gewebe, die in großen
Mengen eingeführt und von den Chinesen für Kuligewänder blau gefärbt werden.
England beherrscht diesen Markt fast vollkommen, obwohl auch Amerika, Indien
und Japan mitkonkurrieren.
Gebleichte Schirtings. Auch dieser Artikel wird von England vollkommen
beherrscht. In den letzten Jahren macht Holland in der Einfuhr Fortschritte.
Drillich. Amerika und Japan haben in diesem Artikel die höchste Einfuhr.
Köper. Geringere Mengen kommen aus Amerika; die Hauptmenge liefert
jedoch England.
TCloth werden hauptsächlich aus England in verschiedenen Breiten ein
geführt.
Venetians, Lastings, Cotton Italians sind die bedeutendsten gefärbten
Einfuhrartikel Chinas. Es sind dies meist schwarz und auch bunt gefärbte,
mercerisierte Satins, die von England geliefert werden.
Baumwollflanelle. Diese werden in glatten, gefärbten oder gestreiften
Stoffen gehandelt.
Taschentücher. Der Hauptartikel sind weiße Taschentücher in löxlö,
17 X 17, 18 X 18 Zoll in Fünfdutzendkartons.
Baumwolldecken. Nach einem Bericht des deutschen Generalkonsulats
in Schanghai (Nachrichten für Handel und Industrie 1915, Nr. 7) hat der Absatz
der wohlfeilen roten Abfalldecken nachgelassen, dagegen war der Absatz in
Jacquarddecken befriedigend, wenn auch zu berücksichtigen ist, daß durch aus
Japan neuerdings eingeführte Fabrikate ein scharfer Wettbewerb entstanden ist.
Wirkwaren. Die Einfuhr von Strumpfwaren ist im Verhältnis zur Ein
fuhr der anderen Artikel nicht bedeutend und zwar, weil die Chinesen eine den
Strümpfen ähnliche Fußhülle aus genähten Baumwollstoffen benutzen. Immerhin
macht sich, wenn auch langsam, eine entsprechende Vorliebe für gewirkte Socken
geltend, der Rechnung getragen werden kann. In der bisherigen Einfuhr sind
Deutschland und Japan vorherrschend.
Wollwaren. Die Einfuhr von Wollwaren ist unbedeutend, da diese Stoffe
von den Eingeborenen weniger getragen werden. Am gangbarsten sind Tweeds,
Serge, Armeetuche, Meltons und die billigeren Shoddystoffe. Von diesen
liefert Deutschland feine Sommerfelder Tuche. Außerdem werden Alpaka,
Lustres, Orleans und sonstige Halbwollstoffe in nicht sehr hohen Mengen
eingeführt. Wollene Litzen sind ein Haupteinfuhrartikel Deutschlands, doch
bemühen sich die Fabrikanten Österreichs, Hollands und Italiens ebenfalls, diesen
Artikel einzuführen. Auch wollene Decken, wie auch halbwollene und bäum